• Spiritualität & Horoskop

«Die meisten Menschen fragen nach Liebe oder Job»

Seit 30 Jahren legt Nadja Bösch (46) Karten. Vayamo erklärt sie, was es damit auf sich hat.

Nadja Bösch

Auf dem kurzen Weg vom Luzerner Hauptbahnhof zur Praxis Sunnestrahl von Nadja Bösch (46) habe ich noch ein leicht mulmiges Gefühl im Bauch. Obwohl ich mich noch nie näher mit dem Thema Kartenlegen befasst habe, ertappe ich mich dabei, wie sich einige Vorurteile in meinen Kopf schleichen. Was, wenn meine Karten keine gute Zukunft symbolisieren oder ich etwas höre, das ich nicht hören will?

Als mich Bösch bei sich begrüsst, verfliegen diese Gedanken schnell. Im Gespräch erklärt sie mir, dass es dazu auch gar keinen Grund gibt: «Wenn man jemandem die Karten legt, hat man eine gewisse Verantwortung, da es den Menschen doch beeinflussen kann. Jemand, der das Kartenlegen seriös praktiziert, würde nie einen schlimmen Unfall, eine Krankheit oder sonst etwas Schlimmes voraussagen.» Deshalb ist es laut Bösch auch besonders wichtig, zu überprüfen, welche weiteren Ausbildungen der Kartenleger oder die Kartenlegerin hat, bevor man sich für jemanden entscheidet.

Ihr eigener beruflicher Hintergrund ist vielfältig: Während Bösch ursprünglich den Beruf der medizinischen Praxisassistentin gelernt hat, verfügt sie über zahlreiche Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Psychologie, Coaching, Familienstellung, Meditation und natürlich Tarotberatung.

Einen Draht zu den Karten hat die 46-Jährige schon ihr Leben lang: «Bereits meine Mutter interessierte sich sehr für verschiedene Bereiche der Esoterik. Als Teenagerin war ich einmal mit ihr in einem Esoterikladen, als ich dort zum ersten Mal über die Karten stolperte und direkt davon fasziniert war.» Seither hat sich Bösch mit verschiedenen Arten von Tarotkarten auseinandergesetzt, bis sie die für sich passenden gefunden hat. «Mit diesen Karten lege ich schon seit 30 Jahren», erzählt sie.

Ein Set von Böschs Tarotkarten besteht aus 78 Karten. Dies sei auch ein Grund, weshalb sie sich als Jugendliche für diese Karten entschied. «Da diese Karten so viele verschiedene Aspekte beinhalten, haben sie für mich eine viel genauere Aussagekraft. Mit ihrer farbigen Bildgebung erkennt man besser, wo das Problem liegt.» So sind Tarotkarten beispielsweise in verschiedene Familien eingeteilt und auch die Planeten, Sternzeichen und Elemente spielen eine Rolle.

Die Legemethoden können sich unterscheiden. «Es gibt ganz traditionelle Formen, wie zum Beispiel das sogenannte keltische Kreuz. Über die Jahre bin ich jedoch stark von diesen Methoden weggekommen und habe eine für mich passende entwickelt», so Bösch. Auf diese Weise sei die Tarotkarten-Expertin nicht an eine feste Form gebunden, sondern könne individuell und personenbezogen arbeiten.

Bevor es dann für mich ans Kartenziehen geht, soll ich Bösch als erstes etwas über das Thema, das mich im Leben gerade beschäftigt, erzählen. «Viele Menschen, die zu mir kommen, fragen zum Beispiel nach ihrem Liebesleben. Aber auch der Job ist ein Thema, nachdem sehr häufig gefragt wird», erklärt sie mir. Ich entscheide mich also für etwas und ziehe die erste Karte. Darauf sind verschiedene blaue Kreise, Symbole, die Nummer sechs und das Wort «Erfolg» zu sehen. Bevor ich die Karte ziehe, definiert die Expertin, über welchen Aspekt meines Problems die Karte etwas aussagen soll.

Wir sind beide etwas von der Karte überrascht, da sie entgegen meiner Erwartung sehr positiv ist. «Diese Karte ist eine Erdkarte. Alle Karten im Element Erde stehen für Materie.» Gespannt frage ich nach, wofür denn die anderen Elemente stehen. «Die verschiedenen Elemente, zu denen die Karten gehören, zeigen auf welcher Ebene die Karte gedeutet werden soll. So stehen Luftkarten für Gedanken, Wasserkarten für Gefühle und Feuerkarten für Durchsetzungsvermögen.»

Bösch deutet für mich: «Für dich spezifisch symbolisiert deine Karte, dass du dich – rein faktisch gesehen – an einem erfolgreichen Ausgangspunkt befindest. In deinen Gedanken kann das Ganze jedoch ganz anders aussehen.» Das sei wahrscheinlich auch der Grund, weshalb ich mit einer anderen Karte gerechnet hätte. Über meine Gedanken könne mir aber dann eine Luftkarte mehr verraten.

Nachdem meine Legung vorbei ist, schwirren mir viele Gedanken durch den Kopf. Anders als erwartet, habe ich keine Zukunftsvoraussage erlebt, sondern eher ein interaktives Gespräch, indem mein Problem mithilfe der Karten analysiert wurde. Ich wurde in meinem Herzen berührt und bin um einige Lösungsmöglichkeiten reicher. «Man kann mit Tarotkarten natürlich Zukunftsberatung machen, ich persönlich gebe einer Person aber lieber eine Art Standortbestimmung mit Lösungsorientierung.»

So ist es für Bösch wichtig zu klären, wo eine Person im Leben gerade steht, im nächsten Schritt aber auch zu besprechen, wie es jetzt weitergehen soll. «So kann man im Jetzt etwas verändern und die Dinge in eine gute Richtung lenken, wenn es laut den Karten in der Zukunft etwas schwierig aussieht», fügt sie hinzu. Dabei lässt die Tarotkarten-Expertin gerne ihre Coaching-Ausbildung in die Legung mit einfliessen.

Trotzdem betont Bösch, dass obwohl eine Legung einen Menschen natürlich beeinflussen kann, schlussendlich jeder selbst für seine Realität verantwortlich ist. «Ich gebe natürlich immer mein Bestes, aber es kommt auch immer darauf an, was ein Mensch aus dem, was ich ihm gesagt habe, macht und sich nicht blind darauf verlässt, dass etwas eintreffen wird – sei es positiv oder negativ.»

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