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Ein Hund als treuer Begleiter im Ruhestand

Wegen einer Menge dazu gewonnener freier Zeit entscheiden sich viele Senioren für einen Hund. Dabei gilt es einiges zu beachten. Zwei Expertinnen klären auf.

Hund im Alter

Wenn man nach jahrelanger Arbeit plötzlich viel mehr Freizeit hat, ist dies für viele Rentner der perfekte Moment, sich einen Hund zuzulegen. Doch bevor man sich für einen Kauf oder eine Adoption entscheidet, gilt es einige Punkte zu bedenken.

Die beiden Hundetrainerinnen und Inhaberinnen der Hundeschule Ohana in Zürich und Aargau, Florine Ermatinger (27) und Xenia Baumann (24), sagen, was man wissen sollte, bevor der neue Vierbeiner da ist.

  • Ressourcen: Ein Hund ist mit viel Zeitaufwand verbunden. «Je nach Hund braucht dieser täglich etwa eineinhalb bis zweieinhalb Stunden Auslauf. Zudem sollte man einen Hund nicht zu lange und zu häufig alleine lassen, da er ein hochsoziales Tier ist und Anschluss an seinen Menschen braucht», erklärt Baumann. Zum anderen sollte man sich auch über die Kosten Gedanken machen. Laut der Expertin macht es Sinn, einen groben Budgetplan für Dinge wie Futter, Bett, Leine und Tierarztbesuche zu machen.
  • Bedürfnisse des Hundes: Ein Hund hat Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen. «Neben genügend Auslauf und der richtigen mentalen Beschäftigung brauchen viele Hunde auch regelmässigen Sozialkontakt mit anderen Artgenossen», weiss Ermatinger. Könne man dies einem Hund nicht bieten und habe man auch niemand anderen, der einem bei dieser Aufgabe unterstützt, sollte man dem Vierbeiner zuliebe auf einen Hund verzichten. 
  • Betreuung während Abwesenheiten: Bevor Sie sich einen Hund zulegen, sollten Sie abklären, wo dieser hin kann, sollten Sie mal wegen Ferien, Krankheit oder ähnlichem nicht für ihn da sein können. Auch die Frage, wer mit dem Hund spazieren geht – sollte man körperlich nicht dazu in der Lage sein – sollte geklärt werden.
  • Wohnverhältnisse: In manchen Wohnungen sind Hunde nicht erlaubt. Klären Sie die Bedingungen deshalb im Voraus mit Ihrem Vermieter ab.
  • Körperliche Verfassung: Kann Ihre eigene körperliche Verfassung dem Bewegungsbedürfnis des Hundes gerecht werden? Je nach Rasse und Persönlichkeit des Hundes kann dieses Bedürfnis unterschiedlich ausfallen. Trotzdem sei es für jeden Hund wichtig, dass er seinen täglichen Auslauf bekommt. «Kann man dem Hund in dieser Hinsicht selbst nicht gerecht werden, heisst das nicht unbedingt, dass man keinen Vierbeiner zu sich holen kann», finden die Expertinnen. Mit einem Elektromobil oder der Hilfe eines Hundesitters oder einer anderen Person könne man dem Hund den Auslauf ermöglichen. 
  • Was passiert danach? Je nach Alter des Halters und des Hundes, kann es sein, dass der Hund den Menschen überlebt. Je nach Rasse können Hunde etwa 9 bis 15 Jahre alt werden. «Deshalb sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihren Hund in Ihrem Testament erwähnen möchten, um auch im Todesfall eine optimale Betreuung zu gewährleisten», raten die Expertinnen.

Auf die Frage, welcher Hund oder welche Rasse nun am besten zu älteren Menschen passt, gibt es laut den Expertinnen keine pauschale Antwort. Zum einen spiele die jeweilige Erfahrung mit Hunden, zum anderen aber auch die eigene körperliche Verfassung eine grosse Rolle bei der Auswahl des Hundes. Trotzdem gibt es auch hier Aspekte, die man in Betracht ziehen kann:

  • Kraftverhältnis zwischen Hund und Halter: Im Alter lässt die körperliche Kraft langsam nach. Deshalb ist das Halten eines grossen, schweren Hundes laut den Expertinnen nicht immer möglich und kann aufgrund der Verletzungsgefahr sogar gefährlich werden. «Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass jeder Hund unvorhergesehene Bewegungen, wie in die Leine springen, zeigen kann, sei es aufgrund von Freude oder Aggression gegenüber einem Artgenossen, Jagdverhalten oder weil etwas Fressbares auf dem Boden liegt», erklärt Ermatinger. Daher seien kleine bis mittelgrosse Hunde für ältere Menschen meistens besser geeignet. Weitere Vorteile eines kleinen Hundes seien, dass sie bei Verletzungen oder in kritischen Situationen einfacher auf den Arm genommen, sie im Alltag einfacher mitgenommen werden können (beispielsweise ins Restaurant oder in die ÖV) und sie aufgrund der geringeren Körpergrösse weniger Kosten verursachen (Futterkosten, Hundegeschirr, Medikamente, etc.). 
  • Eigene Energie: Im Alter lässt die Energie meistens nach und man braucht mehr Ruhephasen. Dies gilt auch für ältere Hunde. Daher eignet sich ein Hund mit weniger Bewegungsbedürfnis laut den Expertinnen auch meistens besser für ältere Menschen. 
  • Rasse: Als spezifische Rasse empfehlen die Expertinnen kleine Gesellschafts- oder Begleithunde, wie zum Beispiel den Bolonka, Malteser oder Havaneser. «Diese Hunde wurden dafür gezüchtet, den Menschen zu begleiten und ihm Freude zu bereiten», so Baumann.

Viele Menschen möchten ihren neuen Vierbeiner gerne von Anfang an begleiten, weshalb Welpen stets beliebt sind. Doch sollte man sich auch im Alter für einen Welpen entscheiden oder eignet sich ein erwachsener Hund besser? «Welpen bedeuten in der Anfangszeit häufig mehr Aufwand. Die Hunde sind noch nicht stubenrein und müssen daher circa alle zwei Stunden nach draussen. Zudem muss einem Welpen und auch einem Junghund noch alles beigebracht werden, was sehr zeitintensiv und manchmal auch nervenaufreibend sein kann», erklärt Baumann. Habe man jedoch Zeit, Lust und Energie, könne es eine bereichernde Erfahrung sein, wenn man sein Hundekind aufwachsen sieht.

«Bei einem erwachsenen Hund ist der grosse Vorteil, dass der Charakter und das Verhalten des Hundes bereits gefestigter sind», fügt Ermatinger hinzu. Ein Welpe könne sich hingegen noch in sehr viele verschiedene Richtungen entwickeln. Viele Verhaltensweisen kämen zudem erst später zum Vorschein. «Sofern sich das neue zu Hause nicht zu stark vom gewohnten Umfeld des Hundes unterscheidet, kann man bei erwachsenen Hunden relativ gut abschätzen, ob er in das eigene Leben passt. Es ist jedoch wichtig, dass man den Hund genügend kennenlernen kann.» In guten Tierheimen gäbe es so oft die Möglichkeit, den Hund zur Probe zu sich zu nehmen, um zu sehen, ob man auch zueinander passt.

Die Expertinnen betonen jedoch: «Auch wenn man sich nach reichlicher Überlegung dafür entscheidet, doch keinen Hund zu sich zu holen, gibt es trotzdem die Möglichkeit, mehr Hund in das eigene Leben zu bringen.» So seien zum Beispiel viele Hundehalter dankbar, wenn man ihre Hunde für eine Gassirunde ausführt oder tageweise betreut. Auch in Tierheimen gäbe es häufig die Möglichkeit, die Hunde auszuführen.

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