• Gesundheit & Körper

Das verrät die chinesische Organuhr über Ihre Gesundheit

Wachen Sie nachts häufig zur selben Uhrzeit auf, oder fallen Sie nach dem Mittag regelmässig in ein Tief? Das könnte laut eines Experten mit der chinesischen Organuhr zusammenhängen.

Wecker

Gemäss der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) will uns der Körper etwas mitteilen, wenn gewisse Beschwerden immer zur gleichen Uhrzeit auftreten. «Das hat seinen Ursprung in der chinesischen Organuhr», erläutert Yong Liu (53), TCM-Therapeut beim ChiSpirit Health Center in Zürich. Wenn man das Wissen über die chinesische Organuhr anwendet, könne man die Prozesse des Körpers optimal unterstützen, mehr Energie gewinnen und Beschwerden verhindern.

Der Mensch wird in der TCM als Gesamtheit von Körper, Geist und Seele angesehen. «Der Begriff Qi steht für die Lebensenergie. Sie sorgt dafür, dass unser Körper einwandfrei funktioniert», so Liu. Laut des Experten fliesst diese Energie ständig durch Energiebahnen, die sogenannten Meridiane. Jede Energiebahn gehöre dabei zu einem Organ. «In einem Tag durchströmt die Lebensenergie Qi alle zwölf Meridiane unseres Körpers. Sie versorgt jedes Organ jeweils zwei Stunden lang besonders intensiv», erklärt Liu. Das geschehe in einem Rhythmus, der immer gleich abläuft. Somit sei jede Uhrzeit einem bestimmten Organ zugeteilt.

Wenn eine Erkrankung vorliegt, geht die TCM davon aus, dass es sich dabei um ein Ungleichgewicht des Qi handelt. Denn angeblich lassen sich viele Beschwerden durch eine Störung des Energieflusses erklären. «Je nach Zeitpunkt des Auftretens können verschiedene Symptome einem Organ zugeordnet werden», erläutert Liu.

Gemäss des Therapeuten hat es auch eine Bedeutung, wenn man immer zur gleichen Uhrzeit aufwacht. «Wachen Sie beispielsweise ständig zwischen 3 und 5 Uhr nachts auf, kann das bedeuten, dass eine Störung im Lungenmeridian vorliegt. Das ist nämlich der Zeitrahmen, in dem sich die Lebensenergie Qi auf die Lunge fokussiert», fügt der TCM-Therapeut an. Vor allem während der aktuellen Corona-Pandemie sei es relativ normal, dass man genau dann aufwacht– was laut Liu daran liegt, dass Corona die Lunge beeinflusst.

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Wer über die chinesischen Organuhr Bescheid weiss, könne daraus effektive Vorteile ziehen. Liu ist sich sicher: «Wenn man seinen Tagesauflauf nach der Organuhr richtet, hat man mehr Energie für den Alltag.» So könne angeblich auch die Lebensenergie Qi ungehindert fliessen und Beschwerden bekämpft oder verhindert werden.

Die TCM hat ein anderes System als die westliche Medizin. Bei hartnäckigen Beschwerden könne man auf die unten stehenden Regelungen achten und gegebenenfalls entsprechend Hilfe von erfahrenen TCM-Spezialisten aufsuchen.

3 bis 5 Uhr: Lunge

Die Lunge reinigt sich ständig und führt diesen Prozess während des Schlafens aus. Um das Organ zu unterstützen, sollten Sie Ihr Zimmer vor dem Schlafen gut durchlüften. Störungen im Lungenmeridian zeigen sich oft in Form eines schwachen Immunsystems, Allergien und negativen Gefühlen.

5 bis 7 Uhr: Dickdarm

Es ist am einfachsten, den Dickdarm zwischen 5.00 und 7.00 Uhr zu entleeren, da er dann besonders aktiv ist. Probleme im Dickdarm-Meridian können zu Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen führen. Eine gesunde Ernährung kann das meistens verhindern.

7 bis 9 Uhr: Magen

In der Zeit des Magens benötigt der Körper Nährstoffe. Daher lohnt sich ein reichhaltiges Frühstück. Probleme in diesem Meridian können ähnlich wie beim Dickdarm zu Blähungen oder Verstopfungen führen. Auch Appetitlosigkeit und Mundgeruch können Faktoren sein.

9 bis 11 Uhr: Milz

Die Milz und ihr Milzmeridian steigern von 9 bis 11 Uhr ihre Leistungsfähigkeit und wandeln die Nahrungsmittel in die Energie um. Die beste Zeit, um sich anspruchsvollen Arbeiten zu widmen. Symptome für einen gestörten Milzmeridian sind zum Beispiel Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen.

11 bis 13 Uhr: Herz

Der Herzmeridian kümmert sich um die Emotionen. Zusätzlich ist er für den Kreislauf zuständig. Am Mittag nimmt seine Leistungsbereitschaft ab. Anspruchsvolle Arbeiten erledigen Sie idealerweise vor 12 Uhr. Machen Sie am besten eine Mittagspause. Beschwerden wie innere Unzufriedenheit, vermehrtes Schwitzen, Vergesslichkeit oder Schlaflosigkeit können mit dem Herzmeridian in Verbindung stehen.

13 bis 15 Uhr: Dünndarm

In diesem Zeitraum benötigen Sie viel Energie, um das Mittagessen zu verdauen. Gönnen Sie Ihrem Körper wenn möglich etwas Ruhe. Ein Ungleichgewicht im Dünndarm-Meridian kann zu Erschöpfung, Durchfall, Angstzuständen oder Verstopfungen führen.

15 bis 17 Uhr: Harnblase

Nach dem Mittag startet die Blase mit der Entgiftungsarbeit. Während dieser aktiven Zeit des Harnblasenmeridians empfiehlt es sich, anspruchsvolle Leistungen zu erbringen. Unter anderem weisen Harnwegsinfektionen und Rückenschmerzen auf eine Störung in dieser Energiebahn hin.

17 bis 19 Uhr: Niere

Ab 17 Uhr fliesst die Lebensenergie intensiv durch den Nierenmeridian. Dann fährt der Körper langsam in den Ruhezustand. Idealerweise verzichten Sie auf schwer verdauliche Nahrung und ruhen sich aus. Nach 19 Uhr ist es nicht mehr empfehlenswert zu essen. Sexuelle Störungen, Schlaflosigkeit und Wachstumsstörungen können mögliche Beschwerden eines gestörten Nierenmeridians sein.

19 bis 21 Uhr: Perikard

In der Traditionellen Chinesischen Medizin handelt es sich beim Perikard um eine Hülle, die das Herz umschliesst. Er dient der Unterstützung des Herzens und bringt die Seele in Einklang. Das bedeutet, dass Sie sich Zeit für sich selbst nehmen sollten. Unternehmen Sie Sachen, die Ihnen Freude bereiten. Das ist Balsam für die Seele und fürs Herz. Mögliche Beschwerden bei einer Blockade können Bluthochdruck, Herzprobleme oder Übelkeit sein.

21 bis 23 Uhr: Dreifacherwärmer

Der Dreifacherwärmer kann man in der westlichen Medizin keinem Organ zuordnen. Er sorgt jedoch für eine ausgeglichene Kräfteverteilung und reguliert die Körpertemperatur. Zwischen 21 und 23 Uhr ist es Zeit, um zu entspannen, da sich der Körper dann auf die Bettzeit vorbereitet. Da der Dreifacherwärmer die Temperatur im ganzen Körper reguliert, ist er für viele Meridiane wichtig. Typische Symptome für einen gestörten Dreifacherwärmer sind Hitzewallungen, Probleme mit den Augen oder Depressionen.

23 bis 1 Uhr: Gallenblase

Während sich der Körper im Ruhemodus befindet, ist die Gallenblase auf Hochtouren. Sie entgiftet Körper und Seele. Idealerweise schlafen Sie in diesem Zeitraum schon. Wer aber noch nach 19 Uhr zu schwere Nahrung verzehrt hat, leidet dann wahrscheinlich unter Schlafproblemen. Andere Symptome sind Wut, Depressionen, Überaktivität oder Geschwüre.

1 bis 3 Uhr: Leber

Normalerweise befindet sich der Körper zwischen 1 und 3 Uhr nachts im Tiefschlaf. Auch dann werden Körper und Seele entgiftet. Leber und Galle sind nämlich eng miteinander verbunden. Die typischen Beschwerden bei einer Störung sind daher auch ähnlich wie beim Gallenblasenmeridian. Vergewissern Sie, dass Sie sich während dieses Zeitraums im Tiefschlaf befinden, um die Funktion der Organuhr gut auszunutzen.

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