• Gesundheit & Körper

Das hilft gegen Nierensteine

Nierensteine sind eine weit verbreitete Erkrankung und können zu starken Schmerzen führen. Ein Facharzt für Urologie erklärt, was es mit der Erkrankung auf sich hat und welche prophylaktischen Massnahmen man ergreifen kann.

Nierensteine können heftige Koliken verursachen. Beim Verdacht auf die Erkrankung oder bei akuten Schmerzen sollte man einen Arzt aufsuchen.

Blasen- und Nierenbeckenentzündungen sind vielen ein Begriff. Nierensteine sind weniger bekannt, dabei kommen sie nicht selten vor und gelten sogar als die häufigste Nierenerkrankung. Boris Fischer (41) ist leitender Facharzt für Urologie im Stadtspital Triemli in Zürich und erklärt im Gespräch mit Vayamo, was Nierensteine sind: «Dabei handelt es sich um kristallisierte Ablagerungen in den Harnwegen oder im Nierenbecken. Am häufigsten handelt es sich dabei um Kalziumoxalat-Steine, aber auch Harnsäure- oder Kalziumphosphatsteine kommen vor. Je nach Lokalisation spricht man von Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteinen.»

Oft ist Betroffenen zunächst nicht bewusst, dass sie Nierensteine haben, die in der medizinischen Fachsprache auch Nephrolithiasis genannt werden. Dies liegt laut dem Experten daran, dass man leider nichts oder höchstens wenig davon merkt, solange sich die Steine in der Niere befinden. Schmerzen machen sie dort nur selten, eher komme es zu Blut im Urin nach sportlicher Aktivität. «Die klassische Nierenkolik tritt auf, sobald ein Stein in den Harnleiter rutscht. Dann sind vernichtende Flankenschmerzen typisch», wie Fischer weiss.

Der Urologe beschreibt, wie sich die kristallisierten Ablagerungen im Körper bilden: «Die Nieren scheiden permanent kristallines Material aus. Ist die Konzentration der kristallinen Stoffe hoch genug und die Verweildauer in der Niere lang genug, entsteht ein Stein.» Zudem kommt es oft zu Nierensteinen bei Erwachsenen, die in Gesellschaften mit Nahrungsüberfluss leben und sich körperlich weniger bewegen, wie Fischer klarstellt. Das sogenannte «metabolische Syndrom» sei ein starker Risikofaktor für viele Krankheiten.

Die Inzidenz der Nephrolithiasis beträgt in Europa und den USA etwa ein halbes Prozent pro Jahr, berichtet der Urologe. Das bedeutet, jährlich erkranken 500 von 100'000 Einwohner, wobei Männer laut Fischer viermal häufiger als Frauen betroffen sind. «Bei Steinpatienten liegt das Risiko, dass die Erkrankung innerhalb von zehn Jahren wiederkehrt, bei 50 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens daran zu erkranken, beträgt zwischen zehn und 15 Prozent», äussert der Experte. Hierbei gebe es keine eindeutige Häufung im Alter; auch junge Menschen können Nierensteine bekommen.

Fischer rät allen, die vorbeugend etwas gegen die Erkrankung unternehmen möchten: «Viel trinken – und wenn das nicht geht: viel trinken! Es gilt, die kristallinen Stoffe zu verdünnen. Idealerweise produzieren die Nieren etwa zwei Liter Urin, wodurch die Nephrolithiasis vermieden werden können. Dafür müssen die meisten Menschen aber deutlich mehr als zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.»

Zusätzlich solle man auf ausreichend viel körperliche Aktivität achten, so der Spezialist für harnbildende und harnableitende Organe. Er fügt hinzu, dass es jedoch auch seltenere Steinsorten gibt, welche auf Stoffwechselprobleme zurückzuführen sind.

«Nebst den genannten prophylaktischen Massnahmen können Koliken mit Schmerzmitteln behandelt werden. Viele Nierensteine gehen so spontan ab. In Abhängigkeit der Grösse, Lokalisation und Schmerzintensität wird der Patient hinsichtlich einer aktiven Steinentfernung beraten», erläutert der leitende Facharzt für Urologie.

Die früher beliebte Stosswellentherapie komme heute praktisch nicht mehr zum Einsatz, da dünne Endoskope eine Spiegelung der Harnwege inklusive Niere so schonend zulassen, dass dies nun die Standardtherapie sei. In einer akuten Kolik wird laut dem Experten im Spital oft als Notfallmassnahme eine Harnleiterschiene eingelegt, um die Schmerzen zu beenden und den Urinabfluss sicherzustellen.

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