Wie Minimalismus Ihr Leben bereichert

Zu viel Besitz überfordert, nimmt Platz weg, kostet Zeit und Kraft. So gelingt es Ihnen, wieder mehr Raum für Ihre Seele zu schaffen.

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Weniger haben, mehr leben: Der Gedanke des Minimalismus löst in vielen Menschen eine tiefe Sehnsucht aus, denn er verspricht Einfachheit, Freiheit und Entspannung – das Ende der Reizüberflutung. Überfluss, das haben viele begriffen, macht nicht glücklich. Im Gegenteil. Zu viel Besitz überfordert, nimmt Platz weg, kostet Zeit und Kraft. Darum gilt es, wieder mehr Raum zu schaffen – für sich selbst, seine wahren Bedürfnisse und ein glücklicheres Leben.

Reduzieren bedeutet nicht verzichten

Zugegeben, die Umstellung auf ein minimalistisches Leben ist nicht leicht. Schliesslich muss man sich dafür von dem Gedanken verabschieden, Glück und Besitz würden zusammengehören. Doch beim Minimalismus geht es nicht darum, sich einzuschränken, sondern darum, einzelne, besondere Dinge wertzuschätzen – und zu erkennen, dass sie ausreichen, um zufrieden zu sein. Wenn Sie sich das bewusst machen, gewinnen Sie mehr, als Sie verlieren. «Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wenig braucht», bringt der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech das Prinzip auf den Punkt. Aber: Was braucht man denn wirklich?

Einfach ausprobieren

Keine Angst, das müssen Sie nicht herausfinden, indem Sie auf gut Glück Ihre halbe Wohnung entsorgen. Die nahende Urlaubszeit aber eignet sich sehr gut für ein solches Experiment – sofern Sie nicht gerade ein Fünf-Sterne-Resort gebucht haben. Ein normaler Urlaub bietet Ihnen nämlich eine ganz andere Art von Luxus: Er zeigt Ihnen, wie wenig Sie eigentlich brauchen, um glücklich zu sein. Vielleicht müssen Sie mit einer simplen Einrichtung zurechtkommen, mit wenig Platz und nur den Kleidern aus Ihrem Koffer. Minimalismus pur! Dafür geniessen Sie Ausflüge und Eindrücke, Kreativität, liebe Menschen und spannende Gespräche umso mehr. Wer diese Erfahrung noch intensivieren möchte, kann auch campen, pilgern oder für ein paar Tage in ein Kloster ziehen – und erleben, wie viel Kraft und Frieden in einem einfachen Leben stecken.

Sollten Sie nach einer solchen Auszeit heilfroh sein, Ihre Habseligkeiten wiederzuhaben, dann wissen Sie: Minimalismus ist wahrscheinlich eher nichts für Sie. Haben Sie hingegen festgestellt, wie befreiend es ist, sich auf das Wesentliche zu beschränken, dann ist für Sie weniger offensichtlich mehr. Nun können Sie damit beginnen, dieses Prinzip auch in Ihren Alltag einziehen zu lassen und sich mit jedem Teil, das Sie weggeben, ein bisschen reicher fühlen.

Mit weniger glücklich werden: 5 nützliche Tipps

  1. In erster Linie sollte es weniger ums Entsorgen gehen als darum, nicht unnötig Neues zu kaufen. Nutzen Sie also nach Möglichkeit das, was Sie bereits haben. Hilfreiche Regel: Nie spontan kaufen, sondern immer ein paar Tage warten.
  2. Nehmen Sie sich mehrere Wochen Zeit, um sich Schritt für Schritt zu reduzieren, und sehen Sie es nicht als Wettbewerb. Das Ziel ist nicht, so wenig wie möglich zu haben.
  3. Fragen Sie sich beim Entrümpeln lieber, was Sie behalten möchten – nicht, was weg soll. Das macht es leichter.
  4. Verschenken oder spenden Sie Aussortiertes.
  5. Lagern Sie Dinge, bei denen Sie sich unsicher sind, erst einmal ein. So wissen Sie bald, was Ihnen wirklich fehlt.

Der Inhalt dieses Artikels wurde von viversum zur Verfügung gestellt.

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