Wie gesund sind Äpfel wirklich?

Jeder kennt wohl den berühmten Spruch «An apple a day keeps the doctor away». Doch stimmt das wirklich? Eine Ernährungsexpertin klärt auf.

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Viele von uns sind bereits auf den teuren Geschmack von sogenanntem Superfood gestossen. Seien es nun eine brasilianische Açai-Bowl oder chinesische Goji-Beeren – alles nicht nötig, meint Expertin Nadia Bächli (30), ernährungspsychologische Beraterin und Inhaberin von Wake up! Workout. Denn der altbekannte klassische Apfel machts genauso gut.

Apfel: Kalorien, Vitamine und Nährwerte im Überblick

Nährwerte pro 100 g
Kalorien 60 kcal
Protein 0,3 g
Kohlenhydrate 14,4 g
Ballaststoffe 2 g
Vitamin C 12 mg
Vitamin E 0,49 mg
Eisen 0,2 mg
Magnesium 5 mg

«Äpfel helfen unserem Körper nicht nur beim Abnehmen, sie sanieren auch unsere Darmflora und schützen uns aufgrund ihrer vielen Vitamine und Spurenelemente auch vor der üblichen Wintergrippe. Und das sind nur ein paar Punkte, um die positiven Auswirkungen von Äpfeln zu beschreiben», sagt die Expertin. Wer am Tag sogar zwei bis drei Äpfel essen will, darf das ohne Bedenken machen. Der durchschnittlich grosse Apfel enthält nur rund 60 Kilokalorien und ist somit ein kalorienarmer Snack. Für Diätgeplagte empfiehlt sich allerdings, nicht mehr als zwei bis drei Äpfel pro Tag zu essen. Die restlichen Vitamine sollte man hier besser noch mithilfe von Gemüse aufnehmen. 

Schälen oder nicht?

«Rund 70 Prozent der Vitamine befinden sich beim Apfel in oder direkt unter der Schale. Wer den Apfel schält, schält also auch die Vitamine ab», erklärt Bächli. Ausserdem enthält die Schale des Apfels Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind. Die Früchte ganz zu essen und nicht nur als Saft zu trinken, ist also empfehlenswert. Wenn das nicht geht, dann sollte es unbedingt der naturtrübe und möglichst wenig verarbeitete Bio-Apfelsaft sein. «Fruchtsäfte aus Konzentrat sind ähnlich ungesund wie eine Flasche Coca-Cola!»

Wer mit einem warmen Frühstück in den Tag starten will, kann die Äpfel auch zu einem Kompott mit etwas Zimt und Haferflocken verkochen. «Beim Kochen gehen zwar ein paar Vitamine verloren, dafür sorgt das warme Frühstück für einen energiegeladenen Tag und eine gute Verdauung», empfiehlt die Ernährungsexpertin.

Welcher Apfel ist die beste Wahl?

Die Auswahl der Apfelsorten scheint schier unendlich. Die neuen sind oft optisch perfekt: riesig, makellos und halten wochenlang. Meist schmecken sie süss und leider auch sehr fad. Die alten Sorten schmecken aber so, wie ein Apfel eigentlich schmecken sollte. «Erfahrungsgemäss sind Bio-Äpfel frischer und geschmacksvoller», so Bächli.

Doch oft heisst es, Neuzüchtungen seien reicher an Vitamin C. «Das mag zwar stimmen, wer aber Vitamin C zu sich nehmen will, sollte in erster Linie zu Zitrusfrüchten greifen.» 

Kann ein Apfel auch «schlecht» sein?

Tatsächlich ist die Redewendung «in den sauren Apfel beissen» nicht von heiterem Himmel gefallen. Äpfel gehören nämlich zu stark gespritztem Obst. Viele Äpfel sind Parasiten und Pilzkrankheiten ausgesetzt. Deswegen ist es wichtig, den Apfel vor dem Essen immer gut mit Wasser zu waschen, sodass Schädlings– und Krankheitserreger keine Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, der kauft seine Äpfel beim Biobauer. Da sind nämlich synthetische Pestizide verboten.

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