Was tun, wenn die Beine kribbeln und man nicht schlafen kann?

Die Beine kribbeln und treiben vom Restless-Legs-Syndrom Betroffene fast in den Wahnsinn. Vor allem nachts machen sich die unruhigen Beine bemerkbar. Akzeptieren? Nein, behandeln!

Picture© Getty Images

Genau dann, wenn sie langsam zur Ruhe kommen, und sich aufs Sofa legen oder schlafen möchten oder endlich einmal Zeit für einen Kino- oder Theaterbesuch hätten, geht der Horror für viele Betroffene los: Die Beine werden «unruhig», kribbelig, zucken, brennen, stechen und schmerzen.

Ihre Restless Legs rauben ihnen den Schlaf und irgendwann den letzten Nerv. Am besten fühlen Sie sich, wenn Sie herumgehen, sich bewegen. Dadurch klingen die Beschwerden ab – zumindest für den Moment. Schreitet das Symptom fort, wird es zunehmend schwieriger, nur schon einige Zeit zu sitzen und zu entspannen. An einen gemütlichen Fernsehabend, eine Lesepause oder einen Mittagsschlaf ist nicht mehr zu denken, viel zu sehr kribbeln die Beine. 

Sogar auf den Berufsalltag können sich Restless Legs auswirken, weil ein Büro-Job dadurch zur Qual werden kann. Die Symptome verschwinden zwar durch Bewegung, sie kehren in Ruhestellung aber meist rasch zurück. Dies kann so schlimm werden, dass nächtliche Zuckungen hinzukommen, die nicht gesteuert werden können. Die Folge: chronischer Schlafmangel und damit verbunden eine psychische Belastung, die bis hin zu Depressionen führen kann. 

Neurologische Ursache 

Die Ursache für Restless Legs ist bis heute nicht bekannt. Nachgewiesen ist jedoch, dass eine Störung im zentralen Nervensystem beteiligt ist und Eisen- sowie Dopaminstoffwechsel gestört sind. Somit handelt es sich um eine chronisch neurologische Erkrankung, die Bewegungsdrang und eine Missempfindung in den Beinen hervorruft. Die Veranlagung dazu kann vererbt werden, Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. 

Die Symptome des Restless-Legs-Syndroms, kurz RLS, können auch infolge anderer Erkrankungen wie Eisenmangel, Nierenversagen, Diabetes mellitus, rheumatoider Arthritis, Stoffwechselstörungen oder Polyneuropathien auftreten. Auch eine Schwangerschaft kann vorübergehend dazu führen, und gewisse Medikamente können RLS auslösen. 

Auch wenn die ersten Symptome möglicherweise bereits in jungen Jahren auftreten, machen sie sich häufig erst bei über 40-Jährigen deutlich bemerkbar. Bis Betroffene aufgrund ihrer Beschwerden den Arzt aufsuchen, vergehen meist nochmals viele Jahre. 

Nicht heilbar, aber behandelbar

Weil Bewegung und Hausmittel häufig nur kurzfristig, manchmal aber auch überhaupt nicht mehr helfen, führt kaum ein Weg an einer Therapie vorbei.

Eine Möglichkeit zur Behandlung sind Medikamente, die Dopamin enthalten und auch bei Parkinson eingesetzt werden. Bei nur leichten Beschwerden kann eine Vorstufe dieser Medikamente, sogenannte Levodopa, ausreichen, um die Symptome zu lindern. Weitere Behandlungsmöglichkeiten bilden die Einnahme von Schmerzmitteln wie Antiepileptika, welche zusätzlich den Schlaf unterstützen, oder von Opiaten. Diese werden vor allem bei der schmerzhaften Form von RLS eingesetzt. Beides muss in der Regel lebenslänglich eingenommen werden, denn heilbar ist das Restless-Legs-Syndrom nicht.

Die langfristige Einnahme der Medikamente kann jedoch zu verstärkten Beschwerden führen, die zusätzlich an anderen Körperstellen oder bereits tagsüber auftreten. Dieses Problem wird als Augmentation bezeichnet. 

Betroffene sollten längere Reisen im Car oder Flugzeug gut überdenken und genau planen. Auch ein Spitalaufenthalt kann aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit zu einer Herausforderung werden. Besprechen Sie die Problematik vor dem Eintritt ins Krankenhaus mit dem Arzt. 

Selbsthilfe – das können Sie tun

Das alles kann die Symptome lindern: 

  • Beine kühlen, kalte Duschen
  • Beine mit Alkohol einreiben 
  • Massagen
  • regelmässige Bewegung, Dehnübungen
  • Spaziergang am Abend
  • regelmässigen Schlafrhythmus einhalten 
  • Stehpult im Büro
  • Koffein, Alkohol und Tabak meiden
  • ausgewogene Ernährung mit Vitamin B12, viel Eisen und 
    Folsäure 

Picture

Werden Sie innerlich reich!

In der Schweiz leben mehr Reiche und Superreiche als in den meisten anderen Ländern der Welt. Doch innerer Reichtum kennt keinen Kontostand. Zu echtem Glück gelangt man viel eher über spirituelle Werte.

Picture

Pflanzlicher Gesundheits-Booster aus Asien

Adaptogene gelten als «Stress-Killer» oder «Gesundheits-Booster». Diese harmonisierenden und stärkenden Pflanzenwirkstoffe finden sich im Ginseng, in der Taigawurzel oder im Aralienbaum.

Picture

So nützlich sind Anti-Aging-Produkte wirklich

Hersteller von Kosmetikprodukten werden nicht müde zu betonen, dass sie wieder einmal die Formel für ewig junge Haut entdeckt haben. Arzt und Experte für Anti-Aging Robert G. Koch erklärt, was wirklich stimmt.

Picture

11 Lebensmittel für ein starkes Immunsystem

Ein gesundes und starkes Immunsystem ist in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig. Das Immunsystem natürlich stärken, das ist nicht so kompliziert. Diese Lebensmittel helfen dabei.

Gesundheit & Leben

Werden Sie innerlich reich!

In der Schweiz leben mehr Reiche und Superreiche als in den meisten anderen Ländern der Welt. Doch innerer Reichtum kennt keinen Kontostand. Zu echtem Glück gelangt man viel eher über spirituelle Werte.

Gesundheit & Leben

Von «Müll» befreit sein

Wer überflüssige Dinge loslässt, befreit dadurch das eigene Leben von seelischem Ballast und schafft ein neues Lebensgefühl sowie gute Laune», sagt Hideko Yamashita, Japans berühmte Entrümpelungsexpertin.

Gesundheit & Leben

Raumduft selber machen – so gehts

Ein selbst gemachtes Geschenk ist etwas ganz Besonderes. Wem es an Ideen für die Do-it-yourself-Präsente zu Weihnachten mangelt, der findet hier aromatische Inspiration: Raumdüfte sind einfach und schnell gemacht.

Ihre Privatsphäre

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Klicken Sie auf „Alle Cookies akzeptieren“, um Ihre Zustimmung zu erteilen.

Hinweis zur Verarbeitung Ihrer auf dieser Website erhobenen Daten in den USA durch Google: Durch Klicken auf "Alle Cookies akzeptieren" erklären Sie sich auch mit der Verarbeitung Ihrer Daten in den USA gemäss Art. 49 Abs. 1 Satz 1 lit. a DSGVO einverstanden. Die USA werden vom Europäischen Gerichtshof als ein Land mit einem nach EU-Standards unzureichenden Datenschutzniveau angesehen. Es besteht insbesondere das Risiko, dass Ihre Daten von US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken verarbeitet werden, möglicherweise ohne die Möglichkeit des Rechtsweges.

Wenn Sie auf "Nur notwendige Cookies akzeptieren" klicken, findet die oben beschriebene Übertragung nicht statt. Weitere Hinweise erhalten Sie in unseren Datenschutzhinweisen.