Was steckt hinter «Dogfishing»?

Wenn Sie jetzt zur Corona-Zeit Single sind, haben Sie sich als Zeitvertreib sicher auch schon einmal auf eine Dating-App verirrt. Sind Sie dabei auf den «Dogfishing»-Trend gestossen? Was dahinter steckt.

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Auf diesem Foto ein knuddeliger Labrador, auf dem nächsten ein herziger Dackel und dann noch ein flauschiger Zwergspitz. Wer heutzutage durch Dating-Apps wischt, der stösst auf so einige Profilbilder mit Hunden. Klar, der bekommt doch gleich ein Like. Denn Hundebesitzer sind bestimmt sanft, bindungsfähig und verantwortungsbewusst – oder?

Ob das Fellknäuel dann aber auch wirklich dem auf dem Foto abgelichteten Mann gehört, ist eine andere Frage. Denn viele sind in Wirklichkeit gar keine Hundebesitzer. Damit sie mehr Matches bekommen, leihen sich Singles – besonders Männer – den Hund des Nachbarn, eines Freundes oder Bekannten für einen Schnappschuss aus.

30 Prozent attraktiver mit Hund

In der Datingszene wimmelt es nur so von komischen Begriffen. Auch dieser Trend hat einen Namen: «Dogfishing» wird das Posieren mit fremden Hunden genannt. Aber warum macht jemand das überhaupt?

Ganz einfach: Weil man beim anderen Geschlecht punkten will. Ein putziger Hund auf einem Foto – das zieht tatsächlich. So hat die deutsche Website Flirt University eine Umfrage mit 1742 Singles gemacht, deren Ergebnisse zeigte: Männer mit einem Hund werden von Single-Frauen im Schnitt 30 Prozent attraktiver wahrgenommen.

Ehrlich währt am längsten

Bei solchen Resultaten kommt man ja kaum ums Hunde-Ausleihen herum. Es kann ja auch sein, dass man den Hund des Nachbarn tatsächlich einmal ausgeführt und eine Beziehung zu ihm aufgebaut hat.

Und eigentlich ist die ganze Herangehensweise ja gar nicht so verwerflich. Denn auf den sozialen Medien oder in Dating-Apps versuchen ja alle, sich im besten Licht darzustellen.

Doch zu lange sollte sich die ganze Schwindlerei nicht ziehen. Wird sie zeitnah aufgeklärt und die andere Person kann damit leben, dann ist daran doch gar nicht viel auszusetzen. Ausser man verstrickt sich in eine grosse Lebenslüge um den Vierbeiner herum. Und: Ehrlich währt halt doch am längsten.

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