Was ist eigentlich Moxa?

Die Traditionelle Chinesische Medizin hält viele verschiedene Therapieformen bereit. Expertin Olivia Steiner (35) erklärt, was es mit Moxa auf sich hat.

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Moxa, auch Moxibustion genannt, ist eine alte Praktik aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Gegenüber Vayamo erklärt Olivia Steiner (35), Vorstandsmitglied des TCM-Fachverbands Schweiz, wie die Therapieform funktioniert: «Es werden bestimmte Areale oder Akupunkturpunkte mit glimmendem Beifusskraut erwärmt.»

In der TCM gibt es verschiedenste Therapieformen. Beim Moxa werden laut der Expertin zwei Typen davon vereint: die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und die Wärmetherapie.

Moxa vertreibt Kälte aus dem Körper

Moxa wirkt sich einerseits auf die Durchblutung und den Gewebestoffwechsel aus, wie Steiner sagt. Zudem würden die Organfunktion angeregt und das Immunsystem gestärkt. Aus Sicht der TCM sind die positiven Auswirkungen von Moxa aber noch um einiges breiter: «In der TCM glaubt man, dass die Wärmetherapie Moxa die Kälte vertreibt. Diese kann zum Beispiel die Ursache von Menstruationsbeschwerden, chronischen Magen-Darm-Beschwerden oder Beschwerden des Bewegungsapparates sein.»

Die Naturheilpraktikerin betont jedoch, dass die Ursache für diese Beschwerden auch Hitze sein könnte. «Daher ist es wichtig, dass eine TCM-Fachperson eine genaue Diagnose erstellt. Ist nämlich Hitze die Ursache, wäre Moxa die falsche Behandlung, weil sich die Beschwerden dann eher verschlimmern würden.»

Auch bei Feuchtigkeitsansammlungen kann Moxa die richtige Lösung sein. «Die Therapieform löst Feuchtigkeit. Eine Schwellung nach einer Verletzung oder eine rheumatische Erkrankung sind aus Sicht der TCM beispielsweise eine Form von Feuchtigkeitsansammlung. Das Moxa kann helfen, diese Feuchtigkeit aus dem Gewebe zu transportieren», erklärt Steiner.


PictureOlivia Steiner (35) ist Vorstandsmitglied des TCM-Fachverbands Schweiz.
Über die verschiedenen Therapiemethoden der TCM weiss sie bestens Bescheid. © zVg

Verschiedene Techniken der Moxibustion

Moxa kann auf vier verschiedene Weisen durchgeführt werden.

  • Moxakasten: Das Kraut wird in einen kleinen Kasten aus Holz mit einem siebartigen Boden gelegt. Anschliessend wird das Kästchen auf den Körper gelegt, so dass einige Zentimeter zwischen Haut und Kasten sind. Dann wird das Kraut im Holzkasten angezündet, wobei die darunterliegende Haut schön erwärmt wird. Meist wird dies so am unteren Bauch oder unteren Rücken durchgeführt.
  • Moxazigarre: Das getrocknete Kraut wird zu einer Art Zigarre verarbeitet. Dann wird die Haut erwärmt, indem die glühende Zigarre mit einigen Zentimetern Abstand über die Haut gehalten wird. Dies wird besonders auf Akupunkturpunkten oder nach Verletzungen angewandt. Dies ist laut der Expertin die am häufigsten angewandte Methode.
  • Moxanadel: Das Moxakraut wird zu einem kleinen Kügelchen geformt und auf eine sich bereits im Körper befindende Akupunkturnadel gesteckt und dann angezündet. So gibt die Nadel die Wärme direkt in den Körper.
  • Moxakegel: Auf die Haut kommt ein Stück Ingwer, Knoblauch oder Salz. Anschliessend wird ein Kegel aus Moxakraut darauf gelegt und angezündet. In dieser Form wird das Moxa mit der Wirkung von Salz, Ingwer oder Knoblauch kombiniert. Ingwer hat beispielsweise eine stärkende, wärmende Wirkung.

Bei Hitze-Erkrankungen kontraindiziert

Neben den Auswirkungen auf die Durchblutung und Organfunktion könne die Wärmetherapie Moxa vor allem für Personen mit Beschwerden wie Rückenschmerzen, Ödemen, chronischer Bronchitis, chronischer Gastritis, chronischem Durchfall, Spannungskopfschmerzen oder auch zur Krankheitsvorbeugung interessant sein.

Im Gegensatz dazu gibt es gewisse Beschwerden, bei denen Moxa nie zum Zug kommt. Die Expertin sagt: «Hitzeerkrankungen, fieberhafte, akut infektiöse Erkrankungen, akute Entzündungen oder Blutungen verbieten die Anwendung von Moxa.» Bei manchen Patienten sei besondere Vorsicht geboten, etwa wenn Sensibilitätssörungen vorliegen und aus diesem Grund eine Verbrennungsgefahr besteht.

Wer einen TCM-Therapeuten sucht, wählt am besten ein Mitglied eines Fachverbandes wie des TCM Fachverband Schweiz. So ist gewährleistet, dass die Person eine kontrollierte Ausbildung und unabhängige Prüfungen sowie regelmässige Weiterbildung nachweist.
  


 

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