Was ist dran an der Wetterfühligkeit?

Viele Menschen spüren, wenn sich das Wetter ändert. Kopfschmerzen, Narbenschmerzen oder Schwindel können die Folgen sein. Doch was ist dran an der Wetterfühligkeit?

PictureBei Wetterfühligkeit können beispielsweise Kopfschmerzen auftreten. © Getty Images/PhotoAlto

Viele von uns kennen das Gefühl. Ein nahender Wetterumschwung, plötzlicher Regen oder Föhnlage und schon spielt unser Körperempfinden verrückt. Ein solcher Wetterwechsel kann bei Betroffenen Kopfschmerzen, Schwindel oder Migräne auslösen. Bei anderen Gelenkschmerzen und Stimmungsschwankungen. Und bei wieder Anderen schmerzen plötzlich alte Narben.

Dieses Phänomen nennt sich Wetterfühligkeit. Was erst einmal nach Volksglauben tönt, ist tatsächlich Gegenstand der Wissenschaft. Es existieren sogar Fachausdrücke für das seit Menschengedenken vorkommende Phänomen: Meteoropathie oder Meteorotropismus.

Wissenschaft tappt im Dunkeln

Allerdings ist die Wissenschaft noch nicht sehr weit mit ihren Erkenntnissen. Bis jetzt konnte lediglich statistisch nachgewiesen werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Wohlbefinden besteht. Warum das so ist, weiss man allerdings noch nicht.

Dass Wetterfühligkeit kein Randphänomen ist, zeigt der Blick über die Grenze zu unseren Nachbarn in Deutschland. Bei einer repräsentativen Umfrage im Jahr 2013 gab die Hälfte der Befragten an, dass das Wetter Einfluss auf ihr Wohlbefinden nimmt.

Fühlig oder empfindlich?

Grundsätzlich muss man zwischen Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit unterscheiden. Wetterfühlig sind jede Menschen, deren vegetatives (d.h. nicht bewusst steuerbares) Nervensystem empfindlich auf Wetterumschwünge reagiert.

Daneben gibt es noch die wetterempfindlichen Menschen. Bei ihnen verursacht ein Wetterumschwung eine Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung. Oft sind das Menschen mit langjährigen Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen.

Hierbei ist das Wetter aber nicht schuld an den Symptomen, vielmehr ist es ein Faktor, der bereits bestehende Beschwerden verstärkt. Und je stärker die Wetterveränderung ist, desto grösser ist auch die Auswirkung auf den Körper.

Bei Kälte ziehen sich Atemwege zusammen

Es spricht also einiges dafür, dass weder Wetterfühligkeit noch Wetterempfindlichkeit unserer Einbildung entspringen. Ausserdem ist gerade bei der Wetterempfindlichkeit erwiesen, dass beispielsweise Sturmtiefs und Nieselregen bei Herzinfarkts- oder Schlaganfallpatienten Probleme verursachen können. Warmfronten hingegen wirken sich auf Menschen aus, die schlecht schlafen oder Probleme mit der Konzentration haben.

Zumindest bei einigen wetterabhängigen Beschwerden lässt sich gut nachvollziehen, wie diese entstehen. Bei Kälte beispielsweise ziehen sich die Atemwege und Gefässe zusammen. Menschen, die an Asthma erkrankt sind und sowieso schon unter verengten Atemwegen leiden, bekommen das dann zu spüren. Und bei Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, kann dieser weiter ansteigen.

Bei Wärme hingegen weiten sich die Gefässe. Das kann bei Menschen mit tiefem Blutdruck zu einem Abfall führen.

Ist Wetterfühligkeit eine Zivilisationskrankheit?

Unter manchen Forschern zu Wetterfühligkeit herrscht die Meinung, Wetterfühligkeit sei zumindest teilweise ein zivilisatorisches Problem. Früher hat der Mensch viel mehr Zeit draussen verbracht. Heute halten wir uns vor allem drin auf. Es ist gut möglich, dass der Körper so «verlernt» hat, sich optimal an sich ändernde Wetterverhältnisse anzupassen.

Sie raten deshalb Menschen, die wetterfühlig sind, sich regelmässig draussen die Füsse zu vertreten – und das bei jedem Wetter. Regelmässige Saunagänge oder wechselwarme Duschen können zudem helfen, den Körper zu trainieren, wieder besser mit veränderten Temperaturen umzugehen.

Prognosen im Internet

Wer von sich weiss, dass er oder sie auf Wetterumschwünge sensibel reagiert findet inzwischen Gefahrenindizes für Wetterfühlige im Internet. Beispielsweise auf der Seite des deutschen Wetterdienstes oder auf Schweizer Meteoseiten.

Dort werden Prognosen für wetterbedingt Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Bluthochdruck usw. abgegeben. Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit sind also bei weitem keine Randerscheinungen, sondern soweit verbreitet, dass man auf Wetterseiten sogar Prognosen dafür findet.

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