Was braucht Ihre innere Bio-Uhr?

Wollen wir die Zeitumstellung, ja oder nein? Gute Gesundheit hängt auch davon ab, dem natürlichen Rhythmus unserer Körperzellen zu folgen: Die Chronobiologie zeigt auf, wie wir im richtigen Takt leben.

PictureLerche oder Eule? Nicht jedem fällt es gleich leicht, morgens aufzustehen. © Getty Images

In der Nacht vom 24. zum 25. Oktober wird wieder an der Uhr gedreht – von 3 Uhr auf 2 Uhr:  Die Sommerzeit endet und es beginnt die Winterzeit. Eine Umstellung, die nicht jeder gleich goutiert: Seit Jahren wird über Sinn und Unsinn der Zeitumstellung diskutiert. Bereits 2018 hatte die EU entschlossen, der Zeitumstellung ein Ende zu setzen. Die Abschaffung war für 2019 in den EU-Staaten geplant. Doch dazu kam es bisher noch nicht. Bei der Absprache zwischen den einzelnen Ländern gab es Probleme. Eigentlich hätte es nun ab 2021 keine Zeitumstellung mehr geben sollen, doch das wurde aufgrund von Corona verschoben. 

Eingeführt wurde die Zeitumstellung im Jahre 1980, weil man in der damaligen Ölkrise glaubte, Energie sparen zu können, wenn es abends länger hell bleibt. Diese Erwartungen haben sich nicht erfüllt, wie wir heute wissen. 

Hingegen steht fest: «20 Prozent der Europäer erleiden wegen der Zeitumstellung Gesundheitsprobleme», so der EU-Politiker Pavel Svoboda, der die Arbeitsgruppe zur Abschaffung der Sommerzeit leitet. Eine Herausforderung ist vor allem die Zeitumstellung im Frühling. «Insbesondere Frauen und ältere Menschen sind nach einer Zeitumstellung einer erhöhten Gefahr von Herzproblemen ausgesetzt. Bis zu 30 Prozent mehr Verkehrsunfälle werden in der Woche nach dem Uhrwechsel festgestellt», weiss Svoboda. Andere Politiker finden indes, dass die zusätzliche, helle Sommerabendstunde ein Gewinn für Freizeitaktivitäten sei. Um etwa abends noch im Wald walken zu gehen. Schliesslich tut es jedem und jeder gut, sich mehr zu bewegen. Die Frage ist deshalb: Wie lässt sich herausfinden, was der Gesundheit gut bzw. besser tut? 

Was ist Chronobiologie? 

Antworten darauf kann die Chronobiologie liefern – ein bisher wenig beachteter Forschungszweig, der im Herbst 2017 mit dem renommierten Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Chronobiologie («chronos»: griechisch für Zeit) untersucht die natürlichen Rhythmen von Lebewesen, wie etwa den Schlaf-wach-Rhythmus. Die innere Bio-Uhr steuert die Hormonausschüttung, den Blutdruck oder die Körpertemperatur. Auch unsere Muskeln sind von der Bio-Uhr abhängig: Um mit Energie versorgt zu werden, benötigen sie Insulin. Und davon produziert die Bauchspeicheldrüse nicht jederzeit gleich viel. Nachts indes will die Bio-Uhr, dass sich Leber, Niere und Milz erholen. Taktgeber der inneren Uhr, die im Gehirn sitzt, ist das Licht. Morgens schüttet der Körper das Wachmacherhormon Cortisol aus, abends das Schlafhormon Melatonin. 


PictureDie Sommerzeit ist um: In der Nacht vom 24. zum 25. Oktober wird von 3 Uhr auf 2 Uhr umgestellt. © Getty Images/iStockphoto  

Wer seine Bio-Uhr zwingt, dauernd ausserhalb der natürlichen Rhythmen zu ticken, riskiert Erkrankungen. Man weiss beispielsweise, dass das Gehirn von Menschen, die jahrelang Nachtschicht arbeiten, schneller altert. 

Herausforderung Schlafmangel 

Unsere 24-Stunden-Gesellschaft bringt die innere Uhr zunehmend durcheinander, mit …

… Nacht-/Schichtarbeit
… dem wachmachenden, kalten «Blau-Licht» von LED-Lampen, TV, Handys und Computern
… der halbjährlichen Zeitumstellung (Sommer- bzw. Winterzeit), die den Tagesrhythmus aushebelt
… Jetlag durch ständiges Reisen.

Heutzutage ist guter Schlaf längst Mangelware. Wird dann noch die natürliche Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin durch Zeitumstellung, Schichtarbeit oder Blaulicht aus dem Takt gebracht, funktioniert das Einschlafen nicht mehr gut. Denn die Zirbeldrüse braucht Dunkelheit, um Melatonin auszuschütten. Typisch sind Kinder, die im Sommer abends nicht einschlafen können oder wollen, weil es draussen noch hell ist. 

Sind Sie Eule oder Lerche? 

Ob die Winter- oder die Sommerzeit besser zu Ihnen passt, hängt vom persönlichen Chrono-Typ ab. Die Chronobiologie unterscheidet zwei Typen: Eulen und Lerchen. 

  • Lerchen (auch Morgenmenschen oder Frühaufsteher genannt) sind morgens fit und putzmunter. Abends kriechen sie gegen 22 Uhr ins Bett. Lerchen fällt die Umstellung auf Sommerzeit relativ einfach. Wird dann auf Winterzeit zurückgestellt, werden sie abends früh müde und haben Mühe, länger aufzubleiben.
  • Eulen (auch Langschläfer, oder Nachtmenschen genannt) kommen in der Früh schwer in die Gänge, sind dafür bis Mitternacht oder 1 Uhr fit. Für sie ist die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit besonders mühsam. Leichter fällt ihnen dafür die Rückstellung auf Winterzeit. 

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