So reisen Sie digital um die Welt

Der Corona-Stillstand hat die Reisebranche zu kreativen Lösungen angeregt: Viele Destinationen, Städte oder Museen bieten nun digitale Erlebnisse an. Wir haben 7 Beispiele herausgesucht. Lust den Mount Everest zu besteigen – vom Sofa aus?

Picture© Getty Images

USA: Guggenheim Museum, New York City

Das Guggenheim Museum auf der Upper East Side in New York City ist ein Muss für jeden Besucher des Big Apple. Aber man muss nicht vor Ort sein, um das kreisrunde Innere des Baus von Frank Lloyd Wright (1867-1959) bestaunen zu können. Mit Google Streetview kann man die Ausstellung abstrakter Kunst in der ikonischen Rotunde ganz entspannt bestaunen. Und das Beste an der virtuellen Tour: Man muss sich nicht an anderen Besuchern vorbeidrängeln.

 

PictureDas Guggenheim Museum in New York zählt zu den berühmtesten der Welt. Ein Besuch geht auch virtuell. © Unsplash/renolaithienne

Tipp: In den vielfältigen virtuellen Angeboten von Google Arts & Culture kann man stundenlang stöbern. Zu sehen gibt es Kunst, witzige Quizze, digitale Reisen und reihenweise kreative Ideen – unter anderem zum Kochen, Bewegen und Lernen. Wirklich klasse!

Hier geht es zum Angebot des Guggenheim Museums.

USA: Wanderung durch den Grand Canyon

Viele möchten einmal im Leben den Grand Canyon Nationalpark in Arizona, im Südwesten der USA, hautnah erleben. Dank Google Streetview ist das kein Problem – ganz ohne Gefahr sich zu verlaufen. Mit einem Klick befindet man sich in der Schlucht des Grand Canyon. Entlang der riesigen roten Felswände blickt man hinab ins Tal, das sich bis zum Horizont erstreckt. Der Grand Canyon ist 446 Kilometer lang. Er folgt dem Flusslauf des Colorado Rivers ein Stück weit, der insgesamt stolze 2333 Kilometer bis zur Küste zurücklegt.

 

PictureWie wäre es mit einer Wanderung durch den Gand Canyon? Auch das ist mit Google Streetview möglich. © Unsplash/sonaal

Tipp: Man kann sich virtuell um 360 Grad drehen und dem staubigen Wanderpfad per Mausklick den Hang hinunter folgen. Wenn man am Fluss steht und hinaufblickt, ragen die Felswände über 1500 Meter in den Himmel. 

Hier geht es zu dem Erlebnis.

Die Färöer Inseln: Analog trifft Digital

Auf der Färöer Inseln geht man sogar noch einen Schritt weiter: Dort verbindet man das Analoge mit dem Digitalen. So funkionierts: Ein Einheimischer ist mit einer Live-Kamera ausgestattet und erkundet die Insel. Über eine App oder direkt am Computer können Zuschauer die Person in Echtzeit steuern. Die Touren dauern etwa eine Stunde. Damit möglichst viele der weltweiten Teilnehmer in den Genuss des Steuerns kommen, ist deren Zeit am Controller auf eine Minute begrenzt.

Die Färöer Inseln zählen zu den Newcomern im nördlichen Europa. Die 18 Inseln, auf denen etwa 50'000 Menschen leben, sind am besten zu beschreiben als ein Mix aus Island und Irland: menschenleere Weiten von saftig grünen Wiesen und markanten Bergen. Eine Destination zum Abschalten, Runterkommen und um eine raue Natur bei einer Wanderung zu geniessen. 

 

PictureAuf der Färöer Inseln kann man mit einem Einheimischen die Inseln erkunden. Der Clou: Über den Computer kann man in einem Liveview seine Bewegungsrichtung steuern. © Unsplash/bentatlow

Hier geht es zu dem digitalen Reisen auf den Färöer Inseln.

Osterinsel: Die Moai-Köpfe aus nächster Nähe betrachten

Rapa Nui, wie die Osterinsel von ihren Bewohnern genannt wird, ist eine der abgeschiedensten und geheimnisvollsten Inseln. Sie liegt mitten im Pazifik, 3700 Kilometer vor der Küste von Chile. Die bekannte Kulturstätte Ahu Nau Nau mit ihren riesigen Moai-Statuen, die menschlichen Gesichtern ähneln, wurde als zeremonieller Platz restauriert. Bis heute sind die Skulpturen heilig, denn von ihnen soll eine einzigartige spirituelle Kraft ausgehen. Sie wurden von den polynesischen Siedlern über einen Zeitraum von etwa 500 Jahren errichtet. Wegen dieses Erbes ähneln sie den Marae (Zeremonienplätze) aus Ost-Polynesien. Die Moai sind aber in Form und Grösse einzigartig.

 

PictureDie Moai-Statuen auf der Osterinsel sind weltberühmt. Man kann sie virtuell besuchen. © Unsplash/emersonmoretto

Tipp: Wenn man sich bei der virtuellen Tour umschaut, sieht man unter anderem die «Red Hat»-Steine (Pukao) auf den Köpfen von vier Figuren. Sie wiegen bis zu zehn Tonnen.

Frankreich: Über den Dächern von Paris

Weil ein Wochenendausflug nach Paris in der Corona-Zeit nicht drin liegt, macht man ganz einfach eine digitale Tour. Und damit erreicht man Orte, die bisher nur die wenigsten gesehen haben – zum Beispiel Dächer. Denn die Stadt der Liebe sieht auch von oben entzückend aus. Von den Dächern vier berühmter Gebäude kann man einen Blick über die Strassen werfen. Mit im Angebot sind der Eiffelturm, die Pariser Oper, der Grand Palais, die Philharmonie und der Saint-Jacques-Turm. Er ist der einzige verbleibende Teil der gotischen Kirche, die einst als Startpunkt für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela diente.

 

PictureLust auf ein Blick vom Eiffelturm? Insgesamt bietet Google Maps einen Spaziergang auf fünf Pariser Dächern an. © Unsplash/allewollenalex

Hier geht es zum Blick von den Dächern.

USA: Zu Besuch im Weissen Haus

Welche 45 amerikanischen Präsidenten haben im Weissen Haus in Washington D.C. residiert? Ein virtueller Rundgang durch die Zimmer des eleganten Baus liefert Antworten. Man kann die Räume des Haupthauses ungestört vom Sicherheitspersonal durchschnüffeln, inklusive des Oval Office. George Washington legte am 13. Oktober 1792 den Grundstein für den Bau, aber verstarb noch vor dessen Fertigstellung im Jahr 1800. Schliesslich wurde das Gebäude im Zweiten Unabhängigkeitskrieg von 1812 grösstenteils zerstört. Aber James Monroe baute es im klassizistischen Stil ab 1819 wieder auf. Später wurde es noch um den Ost- und Westflügel ergänzt.

 

 
PictureWer schon immer mal einen Blick ins Weisse Haus werfen wollte, kann das virtuell tun. © Getty Images

Tipp: Interessierte, die mehr über die Ölgemälden erfahren möchten, werden per Mausklick fündig. In den Details zum Gemälde findet man auch einen Link zu weiteren Infos über die mächtigsten Männer der Welt.

Hier sehen sie den Wirkungsort von Donald Trump.

Nepal: Einmal den Mount Everest besteigen

Einmal den höchsten Berg der Welt aus nächster Nähe betrachten – für viele ein Lebenstraum. Nun kann er sekundenschnell in Erfüllung gehen, denn in einem detailgetreuen 3D-Modell des höchsten Berges der Welt kann man sich virtuell an den Aufstieg wagen. Los geht es am South Base Camp, der ersten rudimentäre Basis, auf der Bergsteiger ihre Zelte für die ersten Tage aufschlagen – in stolzen 5364 Metern Höhe, umgeben von Geröll und eisigen Winden. Weiter über dem Khimbu Eisbruch, drei weiteren Höhenlagern und dem Hillary Step schliesslich auf den Gipfel.


PictureEntweder auf den Mount Everest oder viele andere berühmte Gipfel, gehts dank 360-Grad-Aufnahmen auch vom Sofa aus. © Unsplash/custodiancontent

Tipp: Der Schweizer Outdoor-Spezialist Mammut bietet im Rahmen seines Project 360 3D-Besteigungen von 20 berühmten Bergen an. Darunter auch hinauf aufs Matterhorn oder entlang der Eiger Nordwand.

Hier gehts zur wohnzimmertauglichen Besteigung vom Mount Everest.

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