So lassen Sie die Unzufriedenheit hinter sich

Sind die Erwartungen zu hoch, kann das Ergebnis nur unbefriedigend sein. Mit der richtigen Einstellung kommt auch mehr Zufriedenheit ins Leben.

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Wir alle haben dasselbe Ziel vor Augen: Wir wollen glücklich sein. Im Grunde eine einfach zu erfüllende Aufgabe, wenn die Umstände stimmen – oder?

Eigentlich ja, dennoch geht es vielen anders: Wir haben alles, was wir brauchen, aber dennoch sind wir unglücklich. Trotz erfüllendem Job, funktionierender Beziehung und einem tollen Zuhause fühlen wir uns nicht vollends zufrieden. Das Schlimmste daran? Wir wissen oftmals gar nicht, woher dieses Gefühl kommt und wie es entsteht.

Diese latente Unzufriedenheit vermischt sich dann noch mit Schuldgefühlen, da wir uns selbst Vorwürfe machen: «Ich darf nicht unzufrieden sein, da ich doch alles habe, und eigentlich dankbar sein sollte», denken wir uns.

Wer seine innere Unzufriedenheit loswerden möchte, der sollte nicht gleich mit radikalen Schritten beginnen. Nicht etwa die Beziehung beenden, einen neuen Job suchen oder die Haare schneiden. Es gibt einfachere Vorgehensweisen, wie Sie wieder mehr Zufriedenheit in Ihr Leben bringen.

So zeigt sich Unzufriedenheit

Ist man innerlich unzufrieden, zeigt sich eine dauerhafte Anspannung. Nicht nur für uns selbst ist das eine unangenehme Situation: Stress und Druck machen sich im Körper breit und Konzentration sowie Leistungsfähigkeit nehmen ab, aber auch unser Umfeld bekommt die negative Stimmung ab.

Wer aus dem Gleichgewicht geraten ist, sich unwohl fühlt und unruhig verhält, der kann anderen nichts mehr geben, wird ungeduldig und verhält sich dem Umfeld gegenüber oftmals aggressiv, nörgelt viel und lebt lustlos in den Tag hinein.

Gründe für Unzufriedenheit

Die Gründe für permanente Unzufriedenheit sind verschieden und manchmal auch schwer zu ergründen. Vielleicht können Sie gar nicht sagen, was es genau ist, das Sie so stört. Aber die folgenden Punkte sind besonders häufige Auslöser:

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  • Sie wollen, dass alles immer perfekt ist. Wer nach Perfektionismus strebt, der wird mit seinen Leistungen nie zufrieden sein und immer mehr wollen.
  • Die Grundeinstellung machts: Hören Sie auf, sich ständig auf das Negative zu konzentrieren und überdenken Sie Ihre Ansichten und Einstellungen.
  • Ziele müssen realistisch sein und nicht zu hoch gesteckt werden, ansonsten wirkt das nur demotivierend. Auch sollten die Ziele den eigenen Träumen entsprechen und nicht aus dem Druck von anderen und der Gesellschaft entstehen.
  • Es ist wichtig, dass Sie Ihre eigenen Werte erkennen und schätzen. Wer unter einem zu geringen Selbstwertgefühl leidet, wird immer an sich zweifeln.
  • Hören Sie auf, sich ständig mit anderen zu vergleichen! Sie haben Ihre eigenen Stärken und Schwächen, und auch wenn der Vergleich mit anderen manchmal auch anspornend wirken kann, ist er meist nur ein weiterer Punkt, der Sie unter Druck setzt.
  • Viele vergessen, zwischendurch dankbar zu sein. Denn es gibt vieles, das man im Alltag zu oft als selbstverständlich hinnimmt und das man öfters mal schätzen sollte.

7 Punkte für mehr Zufriedenheit im Alltag

Egal, ob Sie nun unzufrieden mit sich, ihrem Job oder Ihrer Beziehung sind – diese sieben Punkte leisten Abhilfe und sorgen dafür, dass es wieder bergauf geht.

Punkt 1: Situation analysieren und annehmen

Im Grunde ist die Unzufriedenheit, die Sie wahrnehmen, etwas Gutes: Eine Art Warnsignal, das etwas nicht stimmt, und es Zeit ist, wieder auf Kurs zu kommen. Wichtig ist, dass kein Widerstand geleistet, sondern der Zustand angenommen wird. Die Augen dürfen nicht verschlossen werden, denn man sollte den Tatsachen ins Auge sehen und sich eingestehen: «Ich bin unzufrieden!»

Hat man erst einmal Frieden mit der Situation geschlossen, kann dem Ganzen auf den Grund gegangen werden. Kein Rumgedruckse mit «eigentlich» und «aber», sondern einfach ganz ehrlich zu sich selbst sein – das ist von Bedeutung. Anstatt «Eigentlich ist mein Job ja ganz cool, aber…» sollte man besser sagen: «Ich verdiene schönes Geld mit meinem Job, doch trotzdem macht er mir keinen Spass.» Ehrlichkeit wirkt befreiend. Lassen Sie dabei alle Gefühle zu, die hochkommen, nur so können Sie gegen das Ganze vorgehen.

Punkt 2: Einen Plan erstellen

Wurde der Zustand angenommen und analysiert, kommt der nächste grosse Schritt: Was muss getan werden, damit sich etwas verändert und man wieder mehr in Einklang mit seinen Vorstellungen lebt? Schmieden Sie einen Plan, was Sie anders machen wollen und müssen. Das kann natürlich auch grosse Veränderungen mit sich bringen.

Punkt 3: Anspannung abbauen

Wer Mühe damit hat, seiner Unzufriedenheit auf den Grund zu gehen und einfach keinen Auslöser finden will, der kann sich bewegen. Sei es eine schweisstreibende Sporteinheit, einfaches Treppengehen oder auf der Stelle treten – Bewegung kann wahre Wunder wirken, sorgt für Ablenkung, baut Spannung ab und hilft dabei, den Kopf freizubekommen.

Punkt 4: Ist es wirklich so wichtig?

Manchmal macht man aus einer Mücke einen Elefanten. Abstand vom Problem zu nehmen, kann ebenfalls für Stressabbau sorgen. Vielleicht ist das, was man für so wichtig hält, eigentlich gar nicht von so grosser Bedeutung und man könnte auch gut ohne es auskommen.

Punkt 5: Gutes im Leben herausheben

Es hilft auch immer, auf alles bereits Erreichte zurückzublicken. Führen Sie sich vor Augen, was Sie schon alles geschafft haben und halten Sie nicht nur an Fehler fest.

Punkt 6: Fehler gehören dazu

Auch Pannen gehören zum Leben dazu. Es bringt nichts, wenn ein Fehler passiert ist, sich darauf zu versteifen. Passiert ist passiert – konzentrieren Sie sich besser auf die Zukunft und wie das Misslungene das nächste Mal vielleicht nicht mehr vorkommt.

Punkt 7: Aktiv werden und etwas ändern

Damit sich auch wirklich etwas ändern kann, muss aktiv etwas geschehen. Denn lange Analysen hin oder her, irgendwann muss auch etwas getan und die Lösung der Unzufriedenheit in die Hand genommen werden. Der Plan muss umgesetzt werden, was nicht immer ganz leicht ist. Nehmen Sie sich einen Aspekt nach dem anderen vor und nicht gleich alles auf einmal.

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