Raus an die frische Luft – trotz Kälte

Es ist ungemütlich draussen. Können Sie sich dennoch überwinden, für Sport rauszugehen? Sollten Sie! Die kühle Luft macht munter und vertreibt den Winterblues – nicht einigeln, sondern warm einpacken.

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Die Luft ist kühl, die Tage sind kurz. Wir igeln uns nur allzu gerne zu Hause ein und kuscheln uns in die warme Decke vor dem Fernseher oder nehmen ein gutes Buch zur Hand. Haben wir auch verdient, nach einem anstrengenden Tag!

Wer im Winter die frische Luft meidet, tut sich jedoch keinen Gefallen. Körper, Immunsystem und Gehirn lechzen bei Dau­ereinfluss von trockener Heizungsluft und schweren Mahlzeiten geradezu nach frischer Luft, Tageslicht und Bewegung! Ideal sind dreimal mindes­tens 30Minuten, im Winter am besten über den Mittag. Da ist es warm und hell und das vertreibt jede trübe Stimmung!

Schlechtes Wetter gibt es nicht

So ist es. Es gibt tatsächlich nur falsche Bekleidung. Also, investieren Sie ein paar Franken in gute Schuhe und Funktions­bekleidung. Sie nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt sie nach aussen ab. Packen Sie sich nicht dick, son­dern clever in mehreren Schichten ein, diese bilden Wärmepuffer. Und verges­sen Sie Handschuhe und Mütze nicht! Idealerweise empfinden Sie die Luft als eher kalt, bevor Sie mit dem Sport beginnen. Wer sich schon beim Aufwär­men richtig warm fühlt, wird später zu sehr schwit­zen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, nach dem Aufwär­men – idealerweise im Freien – eine Schicht auszuziehen und zu Hause oder im Auto zu lassen.

Trainingspartner finden

Alleine kostet es uns mehr Über­windung, als wenn wir einen oder zwei fixe Termine mit jemandem vereinbaren, den wir gerne tref­fen. Also, Freundin oder Freunde, Partner oder Arbeitskollegen – Hauptsache der Termin steht und kann nicht ganz ohne weiteres ausgelassen werden.

Aufwärmen ist Pflicht

In der Kälte direkt mit Laufen oder Radfahren loszulegen, ist keine gute Idee. Die Muskeln, Sehnen und Bänder sind zu kalt, das kann zu Verletzungen führen. Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit, dehnen Sie die zu belastenden Muskeln und starten Sie dann mit schnellem Gehen und leich­tem Joggen. Es lohnt sich, auch wenn es langweilig erscheint! Bereit? Dann kann es losgehen! Zügiges Spazieren, Walken, Joggen, Radfahren, Schnee­schuhwandern, Lang­laufen – die Möglich­keiten sind endlos. Wichtig im Winter: Wenn Sie einmal losgelegt haben, in der Kälte keine Pausen einlegen. Der Körper kühlt bei niedrigen Temperaturen schnell aus, bleiben Sie also immer leicht in Bewegung.

Nasenatmung nicht vergessen

Wir neigen dazu, beim Sport durch den Mund zu atmen. In der kalten Winterluft ist das keine gute Idee, besser durch die Nase. Denn sie filtert die Luft, wärmt und feuchtet sie an. Kalte Luft hingegen reizt Bronchien, Lungen und Schleimhäute, sorgt für Verengungen und kann zu Brennen oder Hustenreiz führen. Wenn Ihnen die Nasenatmung schwerfällt, kann ein Tuch vor Nase und Mund oder eine Atem­maske hilfreich sein. 

Auf in die warme Stube

Nach dem Sport in nasser Klei­dung in der Kälte herumstehen ist gefährlich. Die erste halbe Stunde nach dem Training gilt als soge­nannte «immunologische Lücke», in dieser Zeit ist der Körper besonders anfällig für Erkältungen und Infekte. Also so rasch wie möglich nach Hause – das Dehnprogramm nach dem Training drinnen ab­solvieren. Dann raus aus den nassen Trainingskleidern und ab unter die warme Dusche. Wer unbedingt noch etwas mit dem Trainingspartner besprechen muss, sollte dabei wenigstens leicht in Bewegung bleiben.

Auf den Körper hören

Mit Erkältung, Fieber, Husten oder wenn die Nase tropft, sollten Sie sich Ruhe gönnen. Es besteht Gefahr, dass die Infektion ver­schleppt wird und im schlimms­ten Fall eine Herzmuskelent­zündung die Folge ist. Auskurie­ren und danach mit doppelter Freude weitertrainieren, ist viel klüger!

Übrigens: Wer im Winter den inneren Schweinehund überwin­det, braucht im Frühling nicht mit ihm zu kämpfen. Es ist viel ein­ facher, dranzubleiben, als nach einer längeren Pause wieder neu zu starten! Vor allem, wenn man über den Winter neue Pölsterchen angesetzt hat und zum Gedanken «Auf eine Woche mehr oder we­niger kommt es nun auch nicht mehr an» tendiert. Ist es da nicht viel schöner, die Sommersachen vom letzten Jahr auszupacken und festzustellen, dass alles noch perfekt sitzt? Aber garantiert!

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