Mit diesen Tipps fassen Sie sich weniger ins Gesicht

Ärzte raten in Zeiten des Coronavirus sich nicht so oft ins Gesicht zu fassen. Doch genau das tut der Mensch im Laufe des Tages unzählige Male unbewusst. Wie können wir das in den Griff bekommen?

Picture© Getty Images

Sich die Hände regelmässig zu waschen, ist derzeit die wichtigste Hygieneregel. Krankheitserreger werden übertragen, wenn die Hände in Berührung mit den Schleimhäuten kommen. Aus diesem Grund raten Ärzte, sich zu Zeiten des Coronavirus weniger ins Gesicht oder an den Kopf zu fassen.

Wir Menschen tun aber genau das während des Tages unzählige Male unbewusst: Wir kratzen uns an der Nase, streichen die Haarsträhne aus dem Gesicht oder stützen vor Müdigkeit das Kinn auf der Hand ab. «Der Hinweis von Ärzten, sich nicht so oft ins Gesicht zu fassen, ist eine wichtige Hygieneregel, aber eben, er ist nur ein Hinweis, keine Gewähr, es nicht ständig doch zu tun», sagt Dr. phil. Urs Ruckstuhl (68), Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, im Gespräch mit Vayamo.

Fünf Tipps vom Experten

Sich solch unbewusste Bewegungen bewusst zu machen, bedarf Arbeit, wie Ruckstuhl erklärt: «Automatisierte Abläufe wieder in willkürliche Handlungen zurückverwandeln ist schwer, braucht Zeit und ist nicht in allen Bereichen gleich möglich.» Der Psychotherapeut hat fünf Tipps, wie es gelingen kann, sich weniger ins Gesicht zu fassen.

  • Selbstbeobachtung: «Der erste Schritt, sich ein minimales Bewusstsein für diese automatisierten Abläufe zu erwerben, ist sicher die Selbstbeobachtung», so Ruckstuhl. Man solle versuchen, sich für eine gewisse Zeit, von der man wisse, dass man häufiger solche Bewegungen ausführe, zu beobachten. «Notieren Sie vielleicht auf einem Zettel, was und wie häufig sie es tun.» Lebe man mit einem Partner zusammen, könne man sich auch gegenseitig beobachten und Rückmeldung geben.
  • Versinnbildlichung der Absicht: Man soll sich gut einprägen, welche Bewegungen zum Gesicht man häufig vornimmt, erklärt Ruckstuhl: «Vielleicht visualisieren Sie sie. Fassen Sie eine Absicht, diese Bewegung zu unterlassen.» Weil das aber nicht ganz ausreiche, sei es empfehlenswert, einen Reiz, Anker oder ein Symbol zu wählen, der/das die gefasste Absicht versinnbildliche. «Dies kann beispielsweise ein grelles Armband oder ein anderes, gut sichtbares oder hörbares Zeichen sein, das ihnen immer wieder die damit gekoppelte Absicht in Erinnerung ruft.»
  • Taschentuch als Schutz: Wenn man den Drang spürt, die Hand zum Gesicht zu führen, sollte man stets ein Papiertaschentuch bei sich tragen und so die Handlung geschützt mit dem Taschentuch ausführen, rät Ruckstuhl.
  • Ersetzen der ursprünglichen Handlung: Wenn es gelinge, den Automatismus früh genug zu erkennen, könne man die ursprüngliche Handlung ersetzen: «Statt mit der Hand ins Gesicht zu fahren, können Sie das Jucken, Gähnen oder die Schamreaktion auch mit dem Ellbogen oder Oberarm überdecken oder beseitigen», meint Ruckstuhl.
  • Bewegungen bewusst ausführen: «Sie können vollautomatisierte Bewegungen auch einmal ganz bewusst und mehrmals hintereinander ausführen, natürlich mit Handschuhen oder mit einem Papiertaschentuch», nennt Ruckstuhl den letzten Tipp. Das könne helfen, die absichtliche und bewusste Aufmerksamkeit für unbewusste Abläufe zu steigern.

Zwei Gruppen nicht-sprachlicher Bewegungen

Es wird zwischen zwei verschiedenen Gruppen nicht-sprachlicher Bewegungen unterschieden, wie Ruckstuhl ausführt. «Die einen sind Begleitbewegungen wie etwa Handzeichen, die einen sprachlichen Inhalt illustrieren (etwa ein O mit Zeigefinger und Daumen für erstklassig), den Rhythmus der Rede unterstreichen oder einen eigenständigen Inhalt vermitteln (etwa das Tippen mit dem Zeigefinger an die Schläfe für ‹Spinnst du?›).»

Die Händebewegungen zum Gesicht gehören laut dem Experten aber zu einer Gruppe von Bewegungen, die keine oder nur indirekte kommunikative Bedeutung haben. «Sie sind Ausdruck für innere Spannungen, Müdigkeit oder andere innere Zustände oder Bedürfnisse. Ausserdem sind sie sehr früh gelernt oder antrainiert, hoch automatisiert und meist laufen sie unbewusst ab.» Dabei mache es für den Menschen grundsätzlich auch keinen Sinn, sich diese abzugewöhnen. Aber in Zeiten von Corona ist es notwendig oder wünschenswert, sich dieser Verhaltensweisen bewusster zu werden und sie zu verringern, sagt Ruckstuhl.

Picture

Zurück zu den Basics: Natürlich schön!

Mikroplastik in Duschgel, Glitzer in Cremes und Lösungsmittel im Nagellack: viele Beauty-Produkte sind nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Körper ungesund. Doch wie funktioniert nachhaltige Kosmetik eigentlich?

Picture

Mit Leichtigkeit zu mehr Gelassenheit

Gedanken und Momente, die einen nicht loslassen, gibt es immer wieder. Oft denkt man über Dinge nach, die so nie passieren werden oder gesagt wurden. Diese Unsicherheit nimmt einem so ziemlich jede Gelassenheit. Doch das geht auch anders!

Picture

Sehen Sie das Leben positiver

Wer optimistisch denkt, für den ist das Glas halb voll. Für Pessimisten ist es dagegen halb leer. So wurde es uns eingetrichtert. Doch hinter unserer Lebenseinstellung steckt viel mehr als nur ein paar Gläser. Wie es Ihnen gelingt, Ihre Sichtweise positiver zu machen.

Picture

Hallo Sommer – tschüss Plage

Der Sommer könnte so schön und unbeschwert sein. Aber kaum sitzen wir an den warmen Tagen im Freien, lassen auch sie nicht lange auf sich warten – lästige Insekten. Das kann ganz schön ungemütlich werden.

Picture

Darum sind Zimmerpflanzen gesund

Pflanzen können noch viel mehr als einfach nur schön aussehen. Sie tun auch unserer Gesundheit gut, wie eine Expertin verrät.

Gesundheit & Leben

Sehen Sie das Leben positiver

Wer optimistisch denkt, für den ist das Glas halb voll. Für Pessimisten ist es dagegen halb leer. So wurde es uns eingetrichtert. Doch hinter unserer Lebenseinstellung steckt viel mehr als nur ein paar Gläser. Wie es Ihnen gelingt, Ihre Sichtweise positiver zu machen.

Gesundheit & Leben

Mit Leichtigkeit zu mehr Gelassenheit

Gedanken und Momente, die einen nicht loslassen, gibt es immer wieder. Oft denkt man über Dinge nach, die so nie passieren werden oder gesagt wurden. Diese Unsicherheit nimmt einem so ziemlich jede Gelassenheit. Doch das geht auch anders!

Gesundheit & Leben

Hallo Sommer – tschüss Plage

Der Sommer könnte so schön und unbeschwert sein. Aber kaum sitzen wir an den warmen Tagen im Freien, lassen auch sie nicht lange auf sich warten – lästige Insekten. Das kann ganz schön ungemütlich werden.

Gesundheit & Leben

Yoga für «Best Ager»

Das Alter bringt Veränderungen mit sich – sowohl körperliche wie auch psychische. Yoga erleichtert uns den Umgang damit. Es hält den Körper fit und geschmeidig, vertreibt negative Gedanken und erfreut die Seele.

Gesundheit & Leben

So kann man in den Ferien richtig abschalten

Sommerzeit ist Ferienzeit. Doch manchen gelingt es nur schwer, im Urlaub auch wirklich abzuschalten. Sie liegen in der Sonne, und plötzlich fällt Ihnen das Mail von letzter Woche ein. Haben Sie auch wirklich alles erledigt? Weg mit diesen Gedanken! Von nun an wird der Kopf ausgeschaltet, und es gibt Platz für Erholung.

Wir verwenden Cookies und andere Technologien, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Details und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.