Kleine Tricks, die gesund halten

Sich ausgewogen ernähren, genug trinken, sich bewegen und entspannen – diese Tipps kennt jeder. Es gibt aber auch weniger bekannte Alltagsrituale, um das Wohlbefinden wirksam zu erhöhen.

PictureEinfache Alltagsgesten fördern nebenbei die Gesundheit – wie etwa Zähneputzen mit der anderen Hand. © Unsplash

Einen Baum umarmen, die Zunge reinigen, während dem Essen das Besteck ab­legen – das soll gesund sein? Auf den ersten Blick kann man ob solcher Tipps den Kopf schütteln. Aber nichtsdestotrotz: Sie funkti­onieren. Probieren Sie es aus.

Umarmen Sie einen Baum

Seine Rinde enthält Terpene, die zu den sekundären Pflanzenstoffen ge­hören. Das sind Biosubstanzen, die das Immunsystem stärken, und vor Krebs schützen. Umarmen Sie einen Baum, atmen Sie Terpene ein und nehmen sie auch über die Haut auf. Das haben japanische Forscher fest­gestellt, die unter anderem die gesundheitliche Wirkung von Baumumarmungen erforschen. «Shinrin-­Yoku» heisst die Thera­pie, was mit «Waldbaden» über­setzt werden kann.

Wippen Sie auf und ab

Während dem der Tee zieht oder Sie am Kaffeeautomaten warten, wippen Sie auf und ab. Nutzen Sie diese Zeit für etwas Venen­-Gymnastik. Sie lindert Schwere­-, Spannungs­- und Müdigkeits­gefühle in den Beinen und beugt Gefässerkrankungen vor. 

Und so geht es: Stellen Sie die Füs­se mehrmals abwechselnd auf die Spitzen und Fersen. Variante: Setzen Sie die rechte Ferse und die linke Fussspitze auf den Boden – wechseln. 

Legen Sie das Besteck ab

Über­gewicht ist ungesund. Dabei macht nicht jedes Kilo gleich krank. Aber zu viel Gewicht über längere Zeit ist der Wegbereiter für Krankheiten. Diabetes etwa, Bluthochdruck und Arthrose – sie tritt zweimal mehr bei Über­ gewichtigen auf.

Dieser Trick hilft, auf das Ge­wicht zu achten: Legen Sie nach jedem Bissen das Besteck auf den Tisch. Dadurch essen Sie weniger und Sie kauen besser, was wieder­ um die Verdauung unterstützt.

Waschen Sie sich die Hände

Das hält Körper und Seele gesund. Untersuchungen haben gezeigt, dass wer sich die Hände nach ei­nem Misserfolg wäscht, optimis­tischer an die nächste Aufgabe herangeht. Zudem reduziert es das Infektionsrisiko um dreissig Prozent.

Dafür müssen Sie es mit Seife und warmem Wasser tun, und zwar dreissig Sekunden lang. Damit Sie nicht auf die Uhr schauen müssen, wird empfoh­len, zweimal das Lied «Happy Birthday» zu singen.

Machen Sie einen Blitzschlaf

Dazu braucht es kein Bett und wenig Zeit. Für den Blitzschlaf reichen fünf Minuten – er ist die Instant­-Erfrischung für Körper und Seele. Sein Geheimnis liegt in der Entspannung. Ein ent­spannter Mensch hat ein gut funktionierendes Immunsystem, das ihn weniger anfällig für Krankheiten macht.

Stellen Sie die Stoppuhr oder den Wecker auf fünf Minuten. Setzen Sie sich bequem an einen Tisch, stellen die Ellbogen darauf und stützen den Kopf mit den Händen ab (beim Blitzschlaf auf der Büro-Toilette stellen Sie die Ellbogen auf die Oberschenkel). Schliessen Sie die Augen. Atmen Sie langsam ein und zählen Sie dabei auf drei – ausatmen und auf drei zählen, bis der Wecker klingelt. Atmen Sie alle Anspan­nungen mit einem kräftigen Atemzug aus. Stehen Sie auf und strecken Sie sich.

«Palmieren» Sie die Augen

Eine der Hauptursachen für schlechtes Sehen ist die chronische Ver­spannung des visuellen Systems, die sich durch unnatürliches Seh­verhalten (in den Bildschirm star­ren) aufgebaut hat. Beim «Palmieren» («palma» kommt aus dem Lateinischen und heisst flache Hand) entspannen die sensori­schen Nerven, die Augen erholen sich, Augenkrankheiten können sich verbessern und sogar heilen.

Und so geht es: Reiben Sie die Hände warm. Legen Sie diese auf die Augen – die Handballen ruhen auf den Augenknochen, die leicht ge­spreizten Finger liegen auf der Stirne. Schliessen Sie die Augen und atmen ruhig ein und aus – zirka eine Minute.

Putzen Sie die Zähne mit links (Linkshänder mit rechts)

Das hält die grauen Zellen fit. Der Hand­wechsel bei Routinetätigkeiten wie Zähneputzen oder Haare­ bürsten fördert die Vernetzung der Gehirnhälften. Dadurch ver­bessert sich die Kommunikation zwischen den beiden – das Den­ken wird schneller und kreativer. Und weil das Gehirn und das Immunsystem dieselbe Sprache sprechen, bedeutet das: Ist das Gehirn fit, zieht das Immunsys­tem mit.

Reinigen Sie die Zunge

Das befreit sie von Bakterien. Dadurch verbessert sich die Empfindlich­keit der Geschmacksrezeptoren. Mundgeruch verschwindet und die Entstehung von Zahnbelag, Karies und Parodontitis wird eingedämmt. Letztere ist nicht nur in der Mundhöhle gefährlich. Sie ist auch ein Risikofaktor für andere Krankheiten. Gelangen die Bakterien aus den Entzündungsherden über den Blutkreis­lauf in die Organe, können sie dort lebensgefährliche Infektio­nen verursachen.

Beugen Sie vor und integrieren Sie die Zungenreinigung in Ihre Zahnputzroutine. Ziehen Sie den Zungenschaber (erhältlich ist er beispielsweise in Drogerien) von hinten über die Zunge – so lange, bis sich keine Rückstände mehr daran befinden.

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