Himmlische Öle für die Hausapotheke

Wussten Sie, dass Lavendelöl Schnittwunden heilt und Pfefferminzöl bei Übelkeit hilft? Damit Sie immer das passende Mittel griffbereit haben, stellen wir die besten Öle für die Aroma-Apotheke vor und liefern zehn Rezepte für die häufigsten Alltagsbeschwerden.

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Einen Moment nicht aufgepasst, schon hat man sich in den Finger geschnitten. Kleinere Verletzungen sind an der Tagesordnung. Und auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schnupfen und Husten sind leider alltäglich. In vielen Fällen fehlt jedoch das passende Mittel in der Hausapotheke oder man findet Restbestände hammerharter Medikamente. Mit einer kleinen Aroma-Apotheke aus drei oder vier ätherische Ölen haben Sie stets das passende Mittel parat. Sie duften nicht nur gut, sondern besitzen eine enorme Heilkraft. So manches Wehwehchen, Unpässlichkeit und kleinere Verletzungen kann man damit auf sanfte Weise schnell und effektiv lindern. 

Jedes ätherische Öl ist ein komplexes Gemisch aus vielen hundert Substanzen. «Hochwirksame sekundäre Pflanzenstoffe wie Ketone, Phenole, Monoterpene, Aldehyde und Ester geben den ätherischen Ölen ihre Power», erklärt die erfahrene Aromaexpertin Maria Kettenring. Auch nach vielen Jahren Berufstätigkeit wundert sie sich noch immer darüber, wie kraftvoll so ein flüchtiges Öl ist. «Ein Tropfen Salbeiöl entspricht der Wirkung von 42 Tassen Salbeitee», erklärt die 60-jährige Expertin. Das Gute an ihnen: Sie wirken immer ganzheitlich, also auf körperlicher, mentaler und seelischer Ebene. Wir stellen folgend die drei wichtigsten Öle für die Aroma-Apotheke ausführlich vor und erklären ihre besondere Wirkung. Und damit Sie künftig gut gewappnet sind, finden Sie zehn Rezepturen gegen die häufigsten Beschwerden. 

Lavendel Fein – die gute Fee 

Echtes Lavendelöl ist dank seiner ausgleichenden Heilkraft das Hausmittel für alle Fälle. Es kann sogar pur auf Wunden aufgetragen werden. Es hemmt Entzündungen, fördert die Durchblutung und unterstützt die Regeneration gestresster und geschädigter Haut. Ausserdem wirkt es schmerzstillend und aktiviert die Ausschüttung körpereigener Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin. Diese wirken angstlösend und beruhigend. 

Pfefferminze – der Klassiker 

Pfefferminzöl ist ein altbewährter Klassiker unter den ätherischen Ölen. Es hilft bei Verdauungsproblemen, Übelkeit und Blähungen und beruhigt den Magen. Es fördert den Gallenfluss, regt den Stoffwechsel an, aktiviert den Lymphfluss. Dadurch fördert es die Entstauung des Gewebes. Ausserdem wirkt es belebend und erfrischend und fördert die Konzentration und geistige Klarheit. 

Zitrone – die Vitalspenderin 

Zitronenöl ist aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung ein gutes Erkältungsmittel. Es hilft sogar gegen Streptokokken. Bei grippalen Infekten lindert es die Schleimbildung. Zudem hat es eine starke Wirkung auf die Psyche. Tests haben ergeben, dass es von allen Ölen das Konzentrationsvermögen am meisten fördert. Das ist seinem hohen Anteil an Monoterpenen zu verdanken. Schon eine geringe Dosis erfrischt den Geist und unterstützt die Kreativität. In der dunklen Jahreszeit kann es die Stimmung aufhellen. Ausserdem beruhigt es die Nerven und hilft bei Stress und Burnout. 

Was Sie für die Rezepte brauchen 

Ausser einem Basis-Set von drei bis fünf Essenzen benötigt man für die eigene Herstellung der Rezeptmischungen verschiedene Trägerstoffe. Da die Duftessenzen sich schnell verflüchtigen und man sie nur selten pur verwendet, löst man sie meist in fetten Ölen wie Jojoba- oder Mandelöl auf oder vermengt sie mit Honig, Meersalz, Alkohol und Essig. Vieles davon findet man in jedem Haushalt. Basisöle erhält man in Apotheken oder Naturwarenläden. Zum Befüllen benötigt man einige braune Glasfläschchen in unterschiedlichen Grössen (erhältlich für 50 bis 60 Cents in jeder Apotheke). Es ist ratsam die Gefässe mit Namen und Datum zu etikettieren. Ätherische Öle halten sich mindestens zwei bis drei Jahre. 

1. Kopfschmerzen und Migräne sind lästig: Die Mischung aus 10 ml Mandelöl, 3 Tropfen Pfefferminze, 1 Tropfen Neroli, 2 Tropfen Zitrone lindert die Beschwerden. Damit Schläfen, Stirn und Nacken massieren. 

2. Schlafprobleme und innere Unruhe: Die Schlummerland-Mischung wirkt beruhigend und unterstützt die Nachtruhe: 10 ml Mandelöl, 3 bis 5 Tropfen Lavendel Fein, 1 Tropfen Zeder. Am besten Fusssohlen, Solarplexus und Brustbein damit massieren. 

3. Kleine Schürfwunden zieht man sich schnell mal zu. Das ätherische Öl Lavendel Fein kann direkt auf die Wunde aufgetragen werden. Das verursacht kein Brennen. Die Therapeutin Kettenring rät für Kinder lieber das ätherische Öl mit Mandelöl zu vermengen. Am besten nur aussen um die Wunde aufbringen. Schnittwunden kann man schnell mit Pfefferminzöl verarzten. Einen Tropfen davon direkt auf die glatte Wunde träufeln. Stoppt die Blutung. Brennt nicht. Danach bei Bedarf ein Pflaster auflegen. 

4. Nach schwerem Essen und bei Verdauungsbeschwerden ist Pfefferminzöl hilfreich. Einen Tropfen in ein Glas Mineralwasser träufeln. Kräftig verrühren und schluckweise trinken.

5. Übelkeit kann man ebenfalls mit einem Tropfen Pfefferminze vertreiben. Auf ein Taschentuch träufeln und daran schnuppern. Noch stärker wirkt das Pfefferminzöl, wenn man einen Tropfen direkt auf die Zunge träufelt. Das regt sofort den Gallenfluss an. Alternativ kann man das Öl auch auf ein Stückchen Brot geben und dieses langsam kauen. Unterwegs leistet ein Riechöl gute Dienste. Wann immer man Übelkeit verspürt, kann man daran schnuppern. Dazu 5 ml Jojobaöl in ein Fläschchen füllen, 4 Tropfen Pfefferminze und 3 Tropfen Zitronenöl dazu geben. Kräftig schütteln. Es ist auch zum Einreiben von Schläfen und Nacken geeignet. 

6. Bei Schnupfen hilft ein selbst hergestelltes Erkältungsöl. Dafür jeweils 2 Tropfen Pfefferminze und Zitrone in 10 ml Mandelöl geben. Dazu noch 1 Tropfen Palmarosa hineinträufeln. Diese Mischung um die Nasenflügel und Wangenpartie sanft einmassieren. 

7. Bei Halsschmerzen hat sich folgende Mischung zum Gurgeln bewährt. Dafür je 1 bis 2 Tropfen Cajeput und Zitronenöl in 1⁄4 TL Sonnenblumen- oder Sesamöl geben. Diese Ölmischung im Mund hin und herziehen, bis sich genügend Speichel gebildet hat. Gut gurgeln und ausspucken. 

8. Bei bronchialem Husten beruhigt Lavendel Fein die Atmung. Davon einen Tropfen auf eine Kompresse oder Taschentuch träufeln und auf die Brust legen. Vor dem Einschlafen gut abdecken. 

9. Gegen Fieber hilft ein Wadenwickel mit ätherischen Ölen. 3 Tropfen Zitrone und einen Tropfen Pfefferminze auf einen TL Meersalz träufeln. Das Gemisch in ein Liter körperwarmes Wasser geben. Die Baumwolltücher darin eintauchen und stark auspressen. Diese um die Waden wickeln und mit weiteren Handtüchern einrollen. 

10. Rückenschmerzen und Hexenschuss – können den Alltag zur Tortur machen. Die Rezeptur Rückenwohl kann da Linderung bringen. Für eine 100 ml Flasche jeweils 10 Tropfen Cajeput und Lavendel Fein in 50 ml Jojoba- oder Mandelöl und Johanniskrautöl (auch Rotöl genannt) geben und gut schütteln. Die Mischung vorsichtig an den betroffenen Stellen einmassieren. Bei starken Beschwerden ist es ratsam, den Arzt zu konsultieren. 

Wo findet man ätherische Öle? 

Wer ätherische Öle als Heilmittel verwenden möchte, sollte unbedingt auf Qualität achten. Synthetisch hergestellte Duftstoffe sind deutlich preisgünstiger und häufig mit anderen Substanzen gestreckt. Oft enthalten sie chlorierte Verbindungen, die sich im Körper anlagern und somit der Gesundheit schaden können.

Naturreine ätherische Öle aus biologischem Anbau bieten unter anderem die Firmen Taoasis, Primavera, Neumond oder Farfalla an. Die Firma Primavera bietet eine fertige Hausapotheke mit den drei Ölen Pfefferminze, Lavendel Fein und Teebaum an. Sie ist im Naturwarenladen, Apotheken und Reformhaus erhältlich.

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