Hallo Sommer – tschüss Plage

Der Sommer könnte so schön und unbeschwert sein. Aber kaum sitzen wir an den warmen Tagen im Freien, lassen auch sie nicht lange auf sich warten – lästige Insekten. Das kann ganz schön ungemütlich werden.

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Mücken, Fliegen, Wespen, Bienen. Ja, diese winzig kleinen Tierchen – auch wenn sie für die Natur natürlich wichtig sind – schaffen es, uns einen lauen Sommerabend zu verderben. Kuchen essen im Garten? Unmöglich. Grillieren am See? Nur unter Mückenstich-Risiko. 

Nicht nur für Allergiker ist das ständige «Ssssssssss»-Geräusch beängstigend und lästig. Allein die ungebetenen Gäste im Teller und das ständige Summen und Schwirren um die Ohren berechtigen zur Frage, ob es drinnen nicht gemütlicher wäre. Aber nein, vertreiben lassen wir uns nicht – es gibt andere Mittel und Wege. 

Insektenschutz 

Sie wollen ein paar Stunden draussen verbringen? Denken Sie an lange Kleidung und Insektenschutzmittel. Sie essen auf dem Balkon? Wer dabei aber Fenster und Türen offen lässt, könnte das nachts bereuen. Insektenschutzgitter sind eine gute Möglichkeit, vorzubeugen. Günstiger bietet ein Moskito-Netz über dem Bett Schutz. Aber achten Sie beim Kauf auf die Maschengrösse – zu engmaschige Netze verschlechtern die Luftzirkulation, zu grosse Löcher lassen kleine Tiere durch. Und bedenken Sie: Moskito-Netze helfen nicht, wenn Sie das Netz mit der Haut berühren. Wählen Sie eines, das für Ihr Bett gross genug ist, sonst hat die Mücke leichte Beute. 

Geschützt durch den Sommer

Klar: Lange Kleidung schützt besser, als wenn Sie den Tierchen nackte Haut präsentieren. Aber wer will schon seine Sommerkleider im Schrank verkümmern lassen?

Wenn Sie verreisen, sollten Sie sich über empfohlene Impfungen und Schutzmassnahmen für Ihr Reiseland informieren. Insekten übertragen weltweit viele Infektionskrankheiten, darunter Gelbfieber oder Malaria. Wobei die Stechmücken diesbezüglich besonders hervorzuheben sind. Sie übertragen solche Krankheitserreger jährlich auf mehr als 700 Millionen Menschen. 

Insektenschutzmittel kaufen Sie am besten bereits vor Reiseantritt. Es ist nämlich sinnvoll, sich in der Apotheke oder Drogerie fachmännisch beraten zu lassen – denn gerade für Kinder und Schwangere eignet sich nicht jedes Mittel. 

Das zieht Insekten an

  • Stehendes Gewässer – Mücken nutzen es, um ihre Eier abzulegen.
  • Lichtquellen ziehen vor allem Mücken magisch an.
  • Gebäck und zuckerhaltigen Getränken können Wespen nicht widerstehen
  • Bienen und Hummeln mögen blumige Parfums.
  • Fliegen lieben warme Fensterscheiben. Lassen Sie die Fenster geschlossen, solange die Scheiben sonnengewärmt sind.
  • Wespen und Bienen fühlen sich bedroht und werden aggressiv, wenn Sie wild um sich schlagen – bleiben Sie ruhig. 

Und das hält Insekten fern

  • Mücken und Fliegen mögen nicht: Lavendel, Basilikum, Minze, Teebaum- oder Zitronenöl sowie Orangen- oder Zitronenschale mit Gewürznelken.
  • Verbrannte Salbeiblätter oder Kaffeepulver schützen ebenfalls vor Wespen und Bienen.
  • Stellen Sie für die Wespen und Bienen etwas abseits ein Tellerchen mit einer Süssigkeit oder ein Glas mit süsser Flüssigkeit auf, sie werden sich darauf stürzen und Sie in Ruhe essen lassen.
  • Weite Kleidung – so erreichen sie mit dem Rüssel oder Stachel die Haut nicht.
  • Insektenschutzmittel schützen jedoch nur vor Mücken, Zecken, Fliegen und Läusen.
  • Moskito-Netz und Insektenschutzgitter

Welches Mittel hilft? 

Spray, Lotion oder Creme? Was Sie lieber mögen – die Inhaltsstoffe zählen. Die sogenannten Repellents enthalten chemische Wirkstoffe, die einen Duftmantel auf der Haut hinterlassen. Dieser stösst Insekten ab, ohne sie zu töten.

DEET wird seit über 50 Jahren eingesetzt und gilt als besonders wirksam. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt DEET-haltige Repellents gar zum Schutz vor der tropischen Virus-Erkrankung Dengue-Fieber.

Ein anderer Wirkstoff, Icaridin, ist wesentlich jünger, gilt aber ebenfalls als sehr zuverlässig. Der Vorteil: Icaridin ist besser verträglich bei empfindlicher Haut, schützt dennoch wie DEET vor Bremsen, Fliegen, Stechmücken und Zecken. Als gutes pflanzliches Mittel gilt das Citriodiol, gewonnen aus den Blättern des Zitronen-Eukalyptus.

Aufgetragen werden die Insektenschutzmittel idealerweise erst 20 bis 30 Minuten nach dem Sonnenschutz. Und: Es gibt sie nicht nur für die Haut, sondern auch zum Besprühen von Kleidung, Wänden, Tapeten und Teppichen. 

Bienen, Wespen und Hummeln vertreiben die Sprays kaum. Hausmittel wie verbrannte Salbeiblätter oder Kaffeepulver sind gegen diese Tiere der bessere Schutz. Ätherische Öle gelten ebenfalls als abstossend für Insekten, schützen aber weniger zuverlässig als Repellentien. 

Trotz allem gestochen 

Manchmal «erwischt» es einen trotz Schutzmassnahmen. Ist die Haut stark gerötet, beispielsweise nach einem Wespen- oder Bienenstich, sollte sie mit Eis gut gekühlt und mit Desinfektionsmittel behandelt werden. Bei sehr heftigen Schwellungen und Reaktionen können Umschläge helfen. Essigsaure Tonerde, Tigerbalsam, eine Zwiebel oder Teebaumöl kühlen und desinfizieren. 

Sie sind Allergiker? Dann ist schnelles Handeln angesagt – die richtigen Mittel sollten Sie immer bei sich tragen. Gels mit Antihistaminika und Salben mit Hydrocortison helfen. Was auch für Nichtallergiker sehr gefährlich ist, sind Stiche und Schwellungen im Mund- und Rachenbereich. Auch wenn nach einem Insektenstich der Körper an anderer Stelle juckt oder anschwillt und Herzrasen oder Übelkeit hinzukommen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. 

Hat eine Biene zugestochen, sollten Sie den Stachel möglichst schnell entfernen. Sie gibt eine höhere Dosis Gift ab als Wespen oder Hornissen – welche übrigens den Stachel beide selber wieder herausziehen. Apropos Hornissen: Ein Stich ist zwar sehr schmerzhaft, aber auch drei davon – entgegen uralten Volksweisheiten – sind keineswegs tödlich. Geniessen Sie Sommer und Herbst also trotz den kleinen Plagegeistern um sie herum. Es wäre schade, ihnen unsere schöne Natur und den Sommer alleine zu überlassen. 

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