Gibt es in Wahrheit 13 statt 12 Sternzeichen?

Die US-Weltraumorganisation Nasa versetzt Astrologie-Fans in Schrecken: Angeblich soll es ein weiteres Sternzeichen geben – der Schlangenträger. Die anderen Sternzeichen sollen sich daher verschieben.

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Gehören Sie zu den Menschen, die jeden Morgen ihr Horoskop lesen, damit Sie wissen, wie Ihr Tag verlaufen wird? Dann müssen Sie sich jetzt ganz gut festhalten, weil eine für Sie schockierende Nachricht folgt: Eventuell haben Sie ein anderes Sternzeichen, als Sie bis anhin glaubten.

Jetzt denken Sie: Wie bitte? Das kann doch nicht sein! Und damit haben Sie eigentlich ja auch recht. Denn obwohl die Nasa, die US-Bundesbehörde für Raumfahrt, vor Jahren auf ihrer Seite für Kinder veröffentlichte, dass es eigentlich 13 und nicht nur 12 Sternbilder gäbe, und darum Horoskop-Fans immer wieder in Aufruhr sind, ändert sich für die Astrologie nichts. Die Behörde wollte lediglich etwas Wissenschaftlichkeit in die Debatte um die Sternzeichen bringen.

Neues Sternzeichen, neue Aufteilung

Unsere heute bekannten Tierkreiszeichen gibt es seit ungefähr 3000 Jahren. Damals wurden sie von den Babyloniern aus den Sternenbildern abgeleitet. Diese wussten bereits damals, dass die Tierkreiszeichen und die astronomischen Sternbilder nicht übereinstimmen. Eigentlich war neben den zwölf Zeichen, die wir heute kennen, noch der Schlangenträger zu finden. Doch diesen entfernten die Babylonier kurzerhand, weil sie das System an das Jahr mit seinen zwölf Monaten anpassen wollten.

Auch die Dauer, wie lange die Sonne braucht, um die Sternenkonstellationen zu durchqueren, sind eigentlich anders, wie von den Babyloniern definiert. Die Nasa sagt, dass die Sonne beispielsweise 45 Tage im Zeichen der Jungfrau steht. Ausserdem habe sich die Erdachse im Laufe der Jahrtausende verschoben, warum die Sterne also nicht mehr mit den Daten unserer Kalender übereinstimmen.

Mit dem Schlangenträger würde es ein zusätzliches Sternzeichen geben, was auch eine neue Aufteilung bedeuten würde. Nach den Nasa-Berechnungen wäre die wie folgt:

  • Steinbock: 20. Januar bis 16. Februar
  • Wassermann: 16. Februar bis 11. März
  • Fische: 11. März bis 18. April
  • Widder: 18. April bis 13. Mai
  • Stier: 13. Mai bis 21. Juni
  • Zwillinge: 21. Juni bis 20. Juli
  • Krebs: 20. Juli bis 10. August
  • Löwe: 10. August bis 16. September
  • Jungfrau: 16. September bis 14. Oktober
  • Waage: 14. Oktober bis 23. November
  • Skorpion: 23. November - 29. November
  • Schlangenträger: 29. November bis 17. Dezember
  • Schütze: 17. Dezember bis 20. Januar

Beruhen die Sternzeichen auf den Jahreszeiten?

Wird nun alles über den Haufen geworfen? Nein, finden Astrologen! Uneins über die Handhabung des Schlangenträgers sind sich diese aber auch. Die einen geben ihm Charaktereigenschaften wie kreativ, ehrlich und temperamentvoll.

Andere sagen, dass die Sternzeichen, wie wir sie kennen, sowieso nicht den Sternbildern entsprechen, sondern sich nach den Jahreszeiten richten. Die astronomischen Erkenntnisse wären demnach für die Astrologie völlig irrelevant.

Die Erkenntnisse der Nasa zeigen lediglich, dass die Sterne und nichts im Weltall in Stein gemeisselt ist. Was Grundlegendes damit verändern, wollte die Behörde nicht, denn ihnen ist der ganze Aufruhr um eine mögliche Verschiebung der Sternzeichen sowieso völlig egal.

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