Fitness im Naturstadion!

Wer kennt sie nicht, die Vitaparcours in unseren Schweizer Wäldern? Spazieren Sie dort in der Regel nur vorbei oder haben Sie sich auch schon rangewagt? Wenn nicht, wird es höchste Zeit!

PictureKostenlos und rundum gesund: Vitaparcours! © Getty Images

Rund 500 Vitaparcours-Anlagen halten in der Schweiz die Menschen fit und animieren sie, mit je 15 Stationen und 43 Übungen Sport zu be­treiben. Denn Sport hält gesund, aktiv und steigert das Wohlbefin­den sowie die Leistungsfähigkeit im Alltag. 

Inzwischen gibt es die Vita­parcours sogar in städtischen Regionen, sogenannte «Power Stations», die zu Übungen am gleichen Ort einladen. Auch Kurz­parcours mit mindestens sechs Posten sind vorhanden, je nach Ort und Platzverhältnissen.

Ob Wald oder Stadt, gross oder klein: Die Freiluft­-Fitnesscenter eignen sich perfekt, um sich an der frischen Luft zu bewegen und etwas mehr für die Muskulatur zu tun, als dies lediglich beim Spazieren möglich ist. Und: Sie haben, im Gegensatz zu vielen Fitnesscentern, rund um die Uhr geöffnet. 

Jetzt: Einsteiger-Jahreszeit 

Natürlich können Sie das ganze Jahr im Freien trainieren. Nur, wenn die Vögel zwitschern und alles nach Sommer duftet, fällt es viel leichter, den «inneren Schweinehund» zu überwinden. Das geht uns allen so. Also dann – jetzt ist die richtige Zeit, loszulegen.

Haben Sie gute Sportschuhe, die Schläge vom Springen und Hüpfen dämpfen, den Fuss gut stützen und korrekt abrollen lassen? Dann schlüpfen Sie hinein. Nun noch die richtige Bekleidung für jedes Wetter. Nicht zu warm, nicht zu kalt und un­bedingt atmungsaktiv. Wer zu Be­ginn friert oder später beim Sport zu stark schwitzt, verliert schnell die Freude am Training! Und übri­gens: Gute Sportbekleidung muss nicht zwingend teuer sein. 

Der gesunde Start 

Wärmen Sie sich auf. Klar, Ihnen wird auch während den Übungen noch warm. Aber dann ist es vielleicht schon zu spät und im dümmsten Fall ein kalter Muskel gezerrt oder die Muskelfasern verletzt. Joggen oder traben Sie ein paar Minuten ganz leicht, kreisen Sie die Arme und Hüftgelenke. Achten Sie beim Aufwärmen dar­auf, dass Sie noch nicht zu stark schwitzen oder zu heftig atmen.


PictureFür Freiluft-Fitness braucht es keine Trainingsmaschinen. Stattdessen wird mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. © Getty Images

Altbewährtes und sinnvolles Dehnen vor dem Sport: Auf einem Fuss stehen und vom freien Fuss die Ferse hinten gegen den Ober­schenkel ziehen, das dehnt den Oberschenkel­-Muskel. Immer nur leicht ziehen, nicht bis an die Schmerzgrenze! Wichtig dabei: tief ein­- und ausatmen. 

Postenlauf, fertig, los! 

An den verschiedenen Posten der Vitaparcours wechseln sich die Übungen optimal zwischen Beweglichkeit und Geschicklichkeit (gelb markiert), Kraft (rot markiert) und Ausdauer (blau markiert) ab. Die Info-Tafel beim Start des Parcours zeigt auf, wie lang die Strecke ist, welche Steigung sie aufweist und wie viele Leistungskilometer absolviert werden können. Nur nicht zu übermütig starten und übertreiben, Sie bekommen garantiert genug bis zum Ende!

Vitaparcours eignen sich übrigens auch, der ganzen Familie ein Natur- und Sporterlebnis zu ermöglichen. Jeder kann individuell an jedem Posten entscheiden, ob er ihn absolvieren möchte oder nicht, in welchem Schwierigkeitsgrad und mit wie vielen Wiederholungen. Somit ist es nicht zwingend, dass alle gemeinsam starten oder dieselben sportlichen Voraussetzungen haben. Der eine durchläuft alle 43 Übungen, der andere nutzt die Strecke lediglich zum Laufen und lässt die Übungen ganz weg. Jeder, wie er will und mag – Hauptsache Bewegung und ganz viel frische Luft! 

Über 500 Parcours zur Wahl

Wissen Sie überhaupt, wo der nächste Vitaparcours liegt? Hier finden Sie Auskunft. Nutzen Sie dieses Angebot!

Und wusste Sie, dass sich jede Ge­meinde für einen Vita­parcours «bewerben» kann? Die Parcours werden von der Stif­tung VITA Parcours organisiert, die Zürich Versicherungs-­Gesellschaft sponsert die Anlagen seit deren Entstehung im Jahr 1968. Getragen und instand gehalten werden die Parcours von den Gemeinden sowie in den meisten Fällen von lokalen Vereinen und Tourismusorganisationen.

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