Dress to impress: Was ziehe ich als Hochzeitsgast an?

Bei einer Hochzeit steht die Braut im Mittelpunkt – das ist klar. Für die Gäste gilt es bei der Kleiderwahl daher einige Regeln zu beachten.

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Eine Einladung ist reingeflattert, Sie sind auf eine Hochzeit eingeladen. Ein Spiessrutenlauf steht an: Sie müssen ein Kleid finden, das Ihnen steht und sich für eine Hochzeitsfeier eignet. Doch was waren da nochmals die Vorschriften? Mit den folgenden Regeln vermeiden Sie es, ins Fettnäpfchen zu treten.

1. Weiss trägt nur die Braut

Darf man zu einer Hochzeit ein weisses Kleid tragen? Nein, definitiv nicht. Weiss und Cremetöne sind der Braut vorbehalten, für Gäste sind sie deswegen ein absolutes Tabu! Greifen Sie zu Pastelltönen, damit machen Sie nie viel falsch. Weisse oder cremefarbene Accessoires sind dagegen erlaubt.

2. Schwarz ist ein No-Go

Eine weitere Farbe, von der Sie besser die Finger lassen sollten: Schwarz ist hierzulande die Farbe der Trauer und kein gern gesehener Gast an einem fröhliche Anlass. Wenn es unbedingt etwas Dunkles sein muss, dann setzen Sie auf gedeckte Braun-, Blau- oder Grautöne. Auch hier gilt: Schwarze Accessoires oder Muster, die schwarze Partien enthalten, sind in Ordnung.

3. Rot bleibt zu Hause

Auch das lassen Sie besser im Schrank: die Farbe Rot! Diese darf nämlich ausschliesslich die Schwiegermutter tragen. Die knallige Signalfarbe hat aber noch eine weitere versteckte Bedeutung – und die will man als Gast besser nicht vermitteln. Denn es heisst, wer Rot an einer Hochzeit trägt, soll ein intimes Verhältnis mit dem Bräutigam haben.

4. Braut nicht übertrumpfen

Mit einem zu bunten oder auffälligen Kleid liegen Sie daneben. Denn im Mittelpunkt steht immer die Braut! Diese darf mit einem Look, der alle Blicke auf sich ziehen würde, nicht in den Schatten gestellt werden. Schliesslich ist es ja ihr grosser Tag. Die Wahl darf durchaus auf ein sattes Blau oder sonniges Gelb fallen, zu grell und aufsehenerregend sollte es aber nicht sein.

5. Wie sexy darf es sein?

Dasselbe gilt mit den Schnitten Ihrer Robe. An einem kurzen Cocktailkleid oder tiefen Décolleté ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Zu aufsehenerregend sollte es aber nicht sein, tiefe Einblicke lassen Sie lieber sein. Tiefe Rückenausschnitte oder Corsagen sind zu viel des Guten – wählen Sie besser einen schlichteren Schnitt.

6. In der Kirche die Schultern bedecken

Während der Trauungszeremonie in der Kirche oder auf dem Standesamt sollten Sie möglichst Ihre Schultern bedecken. Auch der Ausschnitt sollte nicht zu tief ausfallen. Wer zu einem Überwurf greift, der fährt mit einem zeitlosen Klassiker wie einem kastigen Chanel-Jäckchen am besten. Auch Ponchos oder grosse Schals sind sehr gefragt. Einzig von Strickjacken sollten Sie die Finger lassen – die sind zu wenig schick!

7. Kopf-Accessoires gehören nicht nur den Royals

Royal-Hochzeiten ohne Hüte – das wäre ein Skandal! Doch auch bei Normalsterblichen ist eine Kopfbedeckung an einer Hochzeit ein süsses Accessoire. Finden Hochzeiten im Sommer statt, dann eignen sie sich besonders gut und machen das Outfit zu einem echten Hingucker. Zu auffällig und pompös sollte der Hut dann aber auch nicht ausfallen, das würde mehr an Fasnacht als Eleganz erinnern. Bei Hippie-Hochzeiten können auch Blumenkränze schöne Haar-Accessoires sein.

8. Dürfen Frauen auch eine Hose tragen?

Gegen Hosen gibt es in der Regel nichts auszusetzen. Es muss aber beachtet werden, dass die Wahl auf elegante Beinbekleidung fällt. Denim ist ein absolutes No-Go und hat nichts an einer Hochzeit verloren. Wollen Sie als Frau eine Hose tragen, dann setzen Sie auf einen Anzug.

9. Gast-Outfit für den Mann

Auch Männer haben es nicht ganz leicht, sich für eine Hochzeit einzukleiden. Regel Nummer eins: Kurze Hosen sind ein echter Fauxpas. Mit einem Anzug macht man nie etwas falsch, doch muss dabei der jeweilige Dresscode, der auf der Einladung steht, beachtet werden.

  • Smart Casual oder Casual Chic: Dieser Dresscode steht für lässig, schlabbriges T-Shirt und ausgelatschte Sneakers sind aber nicht erlaubt! Gerne darf der Anzug etwas sportlicher ausfallen, auch Jeans dürfen getragen werden. Farbentechnisch dürfen es auch helle Töne oder pastellfarbene Nuancen sein. Diese müssen jedoch angemessen sein, keine Löcher oder Risse haben. Bei den Sneakers gilt dasselbe, sie sollen elegant aussehen. Krawatte oder Fliege sind kein Muss.
  • Cocktail: Diese Kleidervorschrift hält sich noch immer an zwanglos, ist aber schon etwas eleganter. Ein dunkler Anzug muss sein, Krawatte oder Fliege sind erwünscht – dasselbe gilt für elegante Schuhe.
  • Black Tie: Hier muss ein Smoking im traditionellen Schwarz her. Auch ein Kummerbund wird benötigt, da der Übergang zwischen Hose und Hemd nicht erkennbar sein darf. Lackschuhe sind erwünscht, eine schwarze Fliege ist ebenfalls zwingend.
  • White Tie: Für diesen Dresscode sind Frack mit Schwalbenschwanz, weisses Hemd, weisse Weste, schwarze Hose mit schmalen Seidenstreifen, Lackschuhe und weisse Fliege charakteristisch. Weisse Handschuhe sind nicht zwingend notwendig.
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