Diese Yoga-Übungen helfen bei Erkältung und Verstopfung

Yoga ist eine philosophische Lehre, die verschiedene geistige und körperliche Praktiken umfasst. Einige Übungen lassen sich auch gegen gesundheitliche Beschwerden einsetzen.

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Yoga umfasst eine Reihe an körperlichen Übungen, sogenannte Asanas, Atemübungen, Meditationen und eine asketische Lebensweise. Es ist eine uralte Lehre, die ursprünglich aus dem indischen Subkontinent stammt. Heute wird ein besonderes Augenmerk auf Körperübungen gelegt mit dem Ziel der geistigen Entspannung. 

Selvarajan Yesudian (†82), ein aus Südindien stammender Yogalehrer, der in der Schweiz lebte, beschreibt die Lehre in seinem Buch «Selbstvertrauen durch Yoga» als «eine alte Wissenschaft der Selbsterziehung». Grundlegend sei, die Zügel über sein Leben und seine schweifenden Sinne in die Hände zu nehmen und zu lenken. Seinen Schülern lehrte Yesudian, dass nur sie selbst die Meister ihres Lebens sind. Stärkung der Willenskraft, Selbstbeherrschung oder geistiges und körperliches Gleichgewicht sind laut dem Yogalehrer nur einige der positiven Effekte von Yoga. 

Atemübungen reinigen den Körper von Giften

Yesudian vermittelt unter anderem Übungen, die bei Beschwerden wie Erkältung oder Verstopfung helfen sollen. Dabei steht die Reinigung des ganzen Systems stets zuoberst. Yogis sagen, dass Krankheiten sehr oft auch durch Unreinheiten entstehen. Durch Atemübungen, sogenannte Pranayamas, kann der Körper gereinigt und von jeglichen Giften befreit werden.

  • Bei chronischer Erkältung und Bronchial-Störungen: Mit dem rechten Daumen die Nasenwurzel so lange reiben, bis Sie Wärme verspüren. Damit die Reibung auf der Haut nicht schmerzt, können Sie auch etwas Salbe hinzuziehen. Für Besserung die Übung etwa ein bis zwei Minuten vor den drei Mahlzeiten durchführen. 
  • Bei kleineren und grösseren Unordnungen im Körperinneren: Diese Übung kann entweder auf den Fersen sitzend, mit den Händen auf den Knien oder stehend durchgeführt werden. Den Magen, die inneren Organe und die Gedärme zusammenziehen und mehrmals von einer Seite zur anderen bewegen. Es soll wie eine starke Massage wirken. Die Atmung an die Übung anpassen!
  • Bei Verstopfungen: Herrscht im Innern Unordnung, kann das so einige schädliche Auswirkungen auf den Körper haben: Es kann beispielsweise zu Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Störungen in der Sehkraft oder Nervosität kommen. Durch Verstopfungen wird nicht nur das Gedärme belastet, sondern der ganze Körper degeneriert. Hier hilft die Agni-Sara-Dhauti-Übung, die den ganzen Körper von allen Schlacken befreit. Dafür die rechte Handfläche auf den Nabel legen und die linke Handfläche auf den rechten Handrücken geben. Mit gekreuzten Beinen – oder einfach auf den Fersen – auf den Boden setzen. Beim Einatmen mit der Bauchatmung die Bauchwand nach aussen stossen. Beim Ausatmen diese wieder zusammenziehen, indem mit den Händen die Nabelgegend einwärts gepresst wird. Diese Übung acht- bis zehnmal wiederholen. Achtung: Die Übung hat eine starke Wirkung, übertreiben Sie es also nicht!

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