Diese 7 Nahrungsmittel sollten Sie nicht roh essen

Als Rohkost eignen sich nicht alle Lebensmittel. Der Verzehr manch ungekochter Nahrung ist für den Menschen schädlich und kann zu Krankheiten oder gar Vergiftungen führen. Bei folgenden Speisen ist Vorsicht geboten.

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Es gibt einige Gemüse- und Fleischsorten, die – roh verzehrt – in bestimmten Mengen giftig sind. Kocht oder gart man sie ausreichend lang, sind die folgenden sieben Lebensmittel unbedenklich und gesund. Das Erhitzen tötet Keime ab und wandelt die gefährlichen Stoffe in bekömmliche um.

Rhabarber

Die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure, die sich vor allem in Blättern oder spät geerntetem Gemüse befindet, ist für den Menschen nicht gut bekömmlich und kann zu schweren Magen-Darm-Problemen führen. Dabei gilt: je saurer der Geschmack, desto höher der Anteil an Oxalsäure.

Aber keine Sorge: Diese Säure kommt auch in anderen Obst- und Gemüsesorten vor, im Spinat zum Beispiel, und ist in sehr geringen Mengen für gesunde Erwachsene nicht schädlich.

Kartoffeln

In rohen Kartoffeln ist das Alkaloid Solanin enthalten, eine giftige Verbindung, die sich vor allem unter der Schale befindet. Der Geschmack ist sehr bitter, und das rohe Gemüse lässt sich nur schwer verdauen. Bei einer Vergiftung kann es zu Übelkeit, Atemproblemen, Kreislaufstörungen und Durchfall kommen.

Nach dem Kochen wird die Kartoffel nicht nur bekömmlich, sondern schmeckt durch die umgewandelte Stärke auch süsser.

Poulet

Rohes Fleisch, ebenso Fisch, birgt das Risiko einer Keimbelastung. Insbesondere Pouletfleisch sollte nie roh gegessen werden, da neben Salmonellen vor allem Campylobakter-Keime auf diesem Fleisch zu finden sind. Diese sorgen für Bauchschmerzen, Fieber und eine bakterielle Darmentzündung.

Empfohlen wird, Pouletfleisch vor dem Verzehr für mindestens zwei Minuten auf 70 Grad zu erhitzen.

Wildpilze

Anders als Champignon-Zuchtpilze sind andere Wildpilze nicht für den rohen Verzehr geeignet. Viele Arten sind in roher Form noch giftig und erst nach dem Erhitzen geniessbar, so beispielsweise Pfifferlinge, Maronen-Röhrlinge und Hallimasche. Zudem können Wildpilze den gefährlichen Fuchsbandwurm übertragen und müssen vor der Zubereitung gut geputzt oder geschält werden.

Grüne Bohnen

Vorsicht: Wer grüne Bohnen roh isst, muss mit Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen rechnen. In grösseren Mengen können sie sogar tödlich sein. Das in ihnen enthaltene Phasin verklebt die roten Blutkörperchen.

Gekocht sind grüne Bohnen durch Aminosäuren, Vitamine (B2, B6, C, E), Kalzium, Kalium, Folsäure und Eisen aber sehr gesund und zudem kalorienarm.

Mangold

Mangold, auch Krautstiel genannt, hat einen hohen Gehalt an Nitrat und Oxalsäure, sodass man sie nie in rohem Zustand verspeisen sollte. Andernfalls treten schnell Symptome wie Bauchkrämpfe und Durchfall auf.

Auch wichtig ist, den Mangold – ähnlich wie Spinat – nach dem Kochen nicht erneut aufzuwärmen, sonst verwandelt sich das Nitrat in Nitrit und löst starke Bauchschmerzen aus.

Schwarzer Holunder

Durch die Pflanzengifte Lektine und cyanogene Glycoside ist roher, schwarzer Holunder giftig für den Menschen. Der Verzehr kann zu Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen führen.

Die Beeren sollten auf mindestens 80 Grad erhitzt werden, bevor man sie bedenkenlos verzehren kann.

Bei Fragen rund um das Thema Vergiftung und Prävention kann man sich bei der Tox Info Suisse informieren. Besteht ein Vergiftungsverdacht, ist der Service 24 Stunden unter der Telefonnummer 145 telefonisch erreichbar. 

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