Die 6 schönsten Metro-Stationen weltweit

U-Bahnhöfe haben keinen guten Ruf. Meist sind sie schmutzig, stickig und überlaufen. Doch diese Ausnahmen lassen Sie staunen.

PictureDie Marienplatz-Haltestelle ist die einzig komplett orangefarbene Station in München. © Getty Images

Niemand verbringt gerne Zeit in Metro-Stationen: Inmitten der Menschenmenge bewegt man sich nur so weit, wie man wirklich muss – und geht so schnell wie möglich wieder an die frische Luft. Die folgenden Stationen sind jedoch einzigartige Blickfänge.

Arts et Métiers, Paris

Die Wände dieser speziellen Station sind mit Kupferplatten geschmückt. So soll die Haltestelle einem U-Boot ähneln und an den Roman «20'000 Meilen unter dem Meer» des französischen Autors Jules Vernes erinnern. In den Bullaugen an den Wänden sind Auszüge des technischen Fortschritts zu sehen, wie zum Beispiel das hydraulische Rad. An der Decke sind grosse Zahnräder angebracht.

Die hölzernen Sitze und braunen Schilder der Metro-Stationen findet man in Paris nirgends sonst. Benannt ist die Station nach der nahe liegenden Kunst- und Gewerbeschule.

 

PictureDie U-Bahn-Station Arts et Métiers in Paris erinnert an das U-Boot aus dem Roman «20'000 Meilen unter dem Meer» von Jules Vernes. © Getty Images/EyeEm

Candidplatz und Marienplatz, München

Die Münchner U-Bahn ist relativ neu, daher sind die meisten Stationen einheitlich gestaltet — alle im selben Grauton. Doch zwei Stationen stechen farblich aus dem monotonen Muster heraus. Die Haltestelle am Candidplatz ist wie ein Regenbogen gestaltet. Die Farben fliessen an den Wänden wortwörtlich ineinander über und machen die Metro-Station zur buntesten in der bayerischen Hauptstadt. Nimmt man am Marienplatz die U-Bahn, umgibt einen ein leuchtendes Orange. Das kalte Licht der Neonröhren lässt die Verkleidung glänzen und taucht die ganze Station damit in ein spezielles Licht.

 

PictureDie regenbogenfarbene Station am Candidplatz ist eine der farbigsten in München. © Getty Images

T-Centralen, Stockholm

Der Knotenpunkt des U-Bahnnetzes in Stockholm ist die T-Centralen-Station. Das T steht für «Tunnelbana», was auf Schwedisch so viel wie «U-Bahn» bedeutet. Ungefähr 150 Künstler waren an der Gestaltung der Haltestelle beteiligt und haben Wandmalereien, Skulpturen, Reliefs und weitere Kunstwerke geschaffen. Die Station wirkt wie ein Museum, das mit einem U-Bahn-Ticket zugänglich ist.

Die Wände am Ausgang Vasagatan sind in prächtigen Farbtönen eingefärbt. Auch der Rest der Station ist kunstvoll geschmückt: Karierte Bodenmuster und farbige Decken sind überall zu finden.

 

Picture150 Künstler beteiligten sich an der künstlerischen Ausschmückung der T-Centralen-Station in Stockholm. © Getty Images

 

PictureDie Wände am Ausgang Vasagatan wurden vom schwedischen Künstler Jörgen Fogelquist «Hin und Zurück» genannt. © Getty Images

Hafen City Universität, Hamburg

Die Hamburger U-Bahn ist seit 1912 in Betrieb und somit die älteste Deutschlands. 100 Jahre danach wurde die Station Hafen City Universität eröffnet. In deren Mitte hängen sechs Tonnen schwere Leuchtcontainer. Diese sind jeweils mit etwa 280 LEDs ausgestattet und strahlen ein violettes Licht aus, das von den glänzenden Wänden reflektiert wird und die Station in ein mystisches Licht taucht.

 

PictureDie Station Hafen City Universität in Hamburg wird in magisches Licht getaucht. © Getty Images/EyeEm

Olaias, Lissabon

Gemeinsam mit anderen Künstlern verlieh der Architekt Tomás Taveira der Station ein buntes Aussehen. Die Farben und Formen fliessen wortwörtlich ineinander über, und die Ein- und Durchgänge sind mit wilden Reliefs geschmückt. Es gibt keine Logik in den kunstvollen Verzierungen, und doch verzaubern sie die Pendler immer wieder aufs Neue.

Taveira war verantwortlich für den gesamten Bahnhof, der für die Expo 1998 gebaut wurde. Er wurde drei Tage vor Beginn der Weltausstellung eröffnet.

 

PictureDer Künstler und Architekt Tomás Taveira war verantwortlich für den U-Bahnhof Olaias in Lissabon, der für die Expo 1998 gebaut wurde. © Getty Images

Komsomolskaja, Moskau

Prachtvoller Anblick: Diese Haltestelle gleicht, wie so viele in Moskau, einem Palast und ist im Barockstil gestaltet. Dabei ist der Bau aus der Zeit des sozialistischen Klassizismus in der Sowjetunion inspiriert. Der Weg jedes Pendlers führt unter einem wuchtigen Kronleuchter und zwischen breiten Säulen hindurch.

 

PictureWie in einem Palast: Die Komsomolskaja-Station in Moskau verzaubert im Barockstil. © Getty Images
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