Den Körper beim Heilen unterstützen

Was wir oft vergessen: Unser Körper ist mit Selbstheilungskräften ausgestattet, die es ihm erlauben, Wunden zu heilen oder Knochen wieder zusammenwachsen zu lassen. Wie sich dieser «innere Arzt» stärken lässt, erfahren Sie hier.

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Für einige mag es nach Hokuspokus klingen, doch sind Selbstheilungskräfte alles andere als einfach nur etwas Esoterisches. Unser Körper tut es bei kleinen Alltagsverletzungen: Wenn wir uns schneiden, heilt sich der Körper von selbst, die Wunde hört auf zu bluten, die Schmerzen lassen nach und irgendwann entsteht eine Kruste.

Auch bei grösseren Prozessen gelingt es dem Körper, wieder gesund zu werden. Nach einem Bruch wachsen Knochen beispielsweise wieder zusammen oder Bakterien und Keime werden vom Körper abgetötet.

Was genau sind Selbstheilungskräfte?

Der Körper ist ein mächtiges Instrument, bei dem Geist und Körper eng miteinander funktionieren. Wenn wir uns beispielsweise übermässig gestresst fühlen, dann werden wir schneller krank. Wenn wir aber zufrieden und glücklich sind, dann geht es uns gut und wir sind fit.

Obwohl es sich wie ein kleines Wunder anhört, besitzt der Körper in der Tat Kräfte, mit denen er sich selbst gesund machen kann. Diese Selbstheilungskräfte werden auch «innerer Arzt» genannt. Dieser kümmert sich nonstop um unser Wohlbefinden und sorgt für unsere Gesundheit.

Das beste Beispiel für Selbstheilungskräfte ist unser Immunsystem. Es arbeitet rund um die Uhr, um uns vor gefährlichen Erregern zu beschützen. Dafür lernt das Immunsystem ständig dazu: Stoffe, die uns tagtäglich umgeben, und auch jede Krankheit, die wir uns einfangen, trainiert unser Immunsystem. Es muss alle potenziellen Gefahren kennenlernen, um den nötigen Schutz zu gewährleisten.

Ganz auf die Schulmedizin sollte man aber nicht verzichten. Um eine richtige Diagnose bei einer Krankheit zu erhalten, ist der Gang zum Arzt unumgänglich, und in manchen Fällen ist ein Besuch beim Mediziner überlebenswichtig. Der Arzt kann einem mögliche Medikamente oder Therapien sowie andere Hilfsmittel verschreiben. Die Selbstheilungskräfte des Körpers kann der Mediziner ebenfalls unterstützen, indem er die Lebensumstände des Patienten genau betrachtet und ihn mit Tipps für die richtige Verhaltensweise ermutigt. Medikamente sind in gewissen Fällen notwendig, doch generell unterschätzen wir Menschen unsere Selbstheilungskräfte, warum wir vielfach zu schnell zu Tabletten greifen.

Was beeinträchtigt die Selbstheilungskräfte?

Ein wichtiger Faktor beim Gesundungsprozess spielen unsere Gedanken. Sind diese vorwiegend negativ, kann das die Heilung des Körpers hemmen. Im Gegensatz dazu können positive Gedanken helfen, die Genesung voranzutreiben.

Stress ist ein solcher Faktor, der enorme Wirkung auf die Selbstheilungskräfte des Körpers hat. Meist tritt er nur kurzzeitig auf und verschwindet wieder. Wird Stress aber zum Dauerzustand, blockiert das die Selbstheilungskräfte. Die Kräfte des Körpers reichen dann nicht mehr aus, um sich zu wehren. Unser Körper muss sich zu viel Energie aufwenden, um sich vor dem Stress zu schützen und kann sich nicht mehr auf Erreger konzentrieren. Die Folge: Krankheiten können entstehen.

Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig – davon ist die Wissenschaft schon länger überzeugt. Laut dem englischen Arzt Coleman soll der Körper angeblich imstande dazu sein, 90 Prozent der Krankheiten selbst heilen zu können. Mittlerweile gibt es gar ein Fachgebiet, dass sich auf das Zusammenspiel zwischen Geist und Körper konzentriert: die Psychoneuro-Immunologie.

Diese Erkenntnis stellt eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin dar. Der Placebo-Effekt ist ein gutes Beispiel für die Selbstheilungskräfte des Körpers: Dort wird Patienten Scheinmedizin verabreicht, die aber trotz Wirkungslosigkeit zur Besserung verhelfen. Das alleine dadurch, weil die Patienten an eine Wirkung glauben und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Wie kann man den «inneren Arzt» unterstützen?

Besonders wichtig bei der Unterstützung der Selbstheilungskräfte ist Entspannung. Nur wer nicht unter Stress leidet und einen ausgeglichenen Lebensstil verfolgt, der kann seinen Körper beim Heilen unterstützen.

In Form einer Krankheit kann der Körper versuchen, mitzuteilen, dass etwas nicht gut läuft und der Lebensstil geändert werden sollte. Mit den folgenden Tipps gelingt es, auf den «inneren Arzt» zu hören und diesen zu aktivieren.

  • Auf den Körper hören: Wer genau hinhört, dem teilt der Körper auch mit, was nicht stimmt. Es hilft, seine Gefühle genau zu analysieren und ihnen auf den Grund zu gehen. Vielleicht liegt der Ursprung der Blockade in der Psyche und kann so gelöst werden.
  • Bewusste Ernährung: Für ein funktionierendes Immunsystem sind gewisse Nährstoffe, vor allem Vitamine, essenziell. Giftstoffe und stimulierende Nahrungsmittel oder Getränke wie Kaffee sollt man möglichst vom Speiseplan verbannen, damit Leber und Niere nicht Zusatzarbeit leisten müssen. Tees aus Kräutern können unterstützend wirken.
  • Ausreichend Schlaf: Ein gesunder Schlafrhythmus ist für unseren Körper ein Muss. In der Nacht passieren ausserdem die meisten Heilungsprozesse. Oftmals können Erkältungen oder kleinere Belastungen wie Erschöpfung mit ausreichend Schlaf beseitigt werden.
  • Lachen: Lachen ist die beste Medizin. Es werden Glückshormone freigesetzt, zur selben Zeit werden Stresshormone abgebaut.
  • Glücksmomente: Bei Dauerstress helfen vor allem auch Dinge, die glücklich machen. Das können Menschen sein, die einem wichtig sind, aber auch Lieblingsfilme oder geliebte Musik. Denn gute Laune und Zuversicht sorgen für Zufriedenheit und eine schnelle Heilung.
  • Rituale schaffen: Rituale sorgen für Beständigkeit im Leben und helfen, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen. In stressigen Momenten geht die Selbstfürsorge oft vergessen, warum besonders Self-Care-Rituale guttun können. Diese können in Form von Meditation, Tee oder Kaffee, Spazieren, Schreiben oder Lesen in den Alltag integriert werden.
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