Bernerin kommuniziert beruflich mit Tieren: «Die Kommunikation mit Tieren ist eine Lebensschule»

Seinen Hund einfach mal so zu fragen, wie es ihm geht, das würden viele gerne. Die Bernerin Helen Gerber Sirin (62) kann dabei helfen. Mit Tieren zu kommunizieren, ist ihr Beruf.

Picture© mittierenreden.ch

Wir Menschen fragen uns oft, was im Innern unserer treuen Begleiter wohl vorgeht. Wenn unser Hund oder unsere Katze Schmerzen hat, wollen wir sie einfach am liebsten fragen können, wo es genau wehtut. Das Zusammenleben wäre viel einfacher, wenn wir mit unseren Haustieren sprechen könnten. 

Helen Gerber Sirin (62) kann das – sie kommuniziert hauptberuflich mit Tieren. «Ich sehe mich als Übersetzerin oder Mittlerin zwischen Mensch und Tier. Das Tier kann über mich die Fragen seines Menschen beantworten und seine eigenen Bedürfnisse mitteilen, das fördert das gegenseitige Verstehen», erklärt die Bernerin im Gespräch mit Vayamo ihre Arbeit. Wie das funktioniert? Tierkommunikation findet nicht auf einer verbalen Ebene statt, sondern wird mithilfe von Gefühlen, Befindlichkeiten, Geräuschen oder Gerüchen kommuniziert, wie Gerber Sirin erklärt.

«Sie haben zuerst auch nur ein Konzept vor sich, wenn ich ‹Schaf› sage. Grösse, Alter oder Fellfarbe kennen Sie nicht auf Anhieb.» Genau so funktioniere auch ihre Arbeit. Gerber Sirin habe ein Gefühl, bekomme die Antwort als Idee oder Bild vom Tier vermittelt. «Ich kann es in meiner Empfindung sehen oder fühlen.» 

Tierkommunikation kann auch beim Verlust eines Tieres helfen

Tiertelepathie kann in den verschiedensten Situationen helfen. «Bei Krankheit, bei Verhaltensauffälligkeiten, bei Unsauberkeit bei Katzen, Aggression, Angst, Unsicherheit, bei Trennung der Besitzer, vor einem Umzug, vor den Ferien oder bevor man dem Tier ein neues Tiergschpänli sucht. Das Spektrum ist riesig – und ich kann in sehr vielen Situationen wirken.» 

Auch mit verstorbenen Tieren nehme die 62-Jährige Kontakt auf. Das mache sie gerne, wie Gerber Sirin sagt. «Es hilft Menschen, das Geschehene besser verarbeiten zu können.» Auch glaubt die Tierkommunikatorin daran, dass jede Seele wieder zurückkehrt. Dadurch, dass sie ihren Beruf schon so lange ausübt, habe sie ihre Einstellung ändern müssen. «Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass ein Tier gesagt hat: ‹Da bin ich wieder!› Oder dass es vor seinem Tod sagte: ‹Sei nicht traurig, ich komme wieder zurück.›»

Ausbildung dauert mindestens drei Jahre

Wer Tierkommunikation als Beruf ausüben will, der kann in Gerber Sirins Schule ALUNA eine Ausbildung machen. Diese dauert mindestens drei Jahre. «Eine Ausbildung zur Tierkommunikatorin in drei Samstagen, wie sie im Internet angeboten wird, kann ich mir nicht als genügend vorstellen.» Die Kommunikation mit Tier und der ganzen Schöpfung sei eine Lebensschule. Sie verändere einen, gebe Tiefe und Reife. «Man beginnt, anders zu denken, zu fühlen und zu leben. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen.»

Bereits seit 22 Jahren übt die 62-Jährige nun diesen Beruf aus. Sie ist auch die Begründerin der Tierkommunikation in der Schweiz, wie Gerber Sirin im Gespräch erwähnt. «Ich ging für ein Anfängerseminar in die USA, belegte dann gleich ein Fortgeschrittenenseminar. Nur für diese vier Tage bin ich dorthin gereist. Ich ging mit der Einstellung hin, dass so etwas nicht möglich ist.» Zurück in der Schweiz, merkte Frau Gerber Sirin, dass sie ihre Berufung gefunden hatte.

Tiergespräch findet immer übers Telefon statt

Gerber Sirin selbst hat einige treue Begleiter zu Hause: Vier Pferde, ein Pensionspferd, zwei Hunde, acht Katzen, 19 Hühner – 14 davon hat sie vor dem Tod gerettet – und ein Hahn begleiten sie durch den Alltag. Der ist immer vollgepackt mit Terminen. «Neben den Gesprächen mit Tieren und ihren Menschen sowie den Tierkommunikationskursen, die ich gebe, erledige ich Büroarbeiten, den Haushalt, mache Stallarbeit, kümmere mich um meine Pferde, gehe mit den Hunden raus, werkle im Garten – ich habe immer etwas zu tun», sagt Gerber Sirin.

Eine Konsultation findet bei Gerber Sirin immer übers Telefon statt. Ein Tiergespräch führt die 62-Jährige dabei immer auf vorherige Terminvereinbarung durch, ausser in Notfällen. «Zur abgemachten Zeit ruft mich der Tierbesitzer oder die Tierbesitzerin an. Ich erfrage dann die Koordinaten des Tieres, das heisst das Alter, die Rasse oder die Art des Tieres, seine Farbe, sein Geschlecht, wie lange es schon bei seinem Halter lebt und ob es noch weitere Tiere im selben Haushalt gibt.» Anschliessend nehme sie die Verbindung zum Tier auf und erzähle dem zugehörigen Menschen, was sie fühlt, sieht, hört und erlebt. «Ich mag es nicht, wenn die Menschen mir vorgängig noch mehr über das Tier erzählen – ich fühle mich dann befangen. Anschliessend bearbeiten wir die Fragen des Menschen an sein Tier.» 

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