10 traditionelle Gerichte, die Lust auf eine Weltreise machen

Kulinarisch hat jedes Land etwas anderes zu bieten: Die Welt steckt voller Geschmäcke und Aromen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Viele Rezepte sind in ihrer Region zum Kulturgut geworden und nicht grundlos über Jahrhunderte so beliebt.

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Wie oft isst man Pizza, Salat, Sushi oder Steak – dabei gibt es unendlich viele interessante Gerichte, die noch probiert werden können. Wer der Routine entgehen möchte, findet hier Inspiration für neue Geschmackserlebnisse. Vayamo stellt eine kleine Auswahl leckerer Speisen aus verschiedenen Ländern vor, die Lust auf eine kulinarische Weltreise machen.

New Orleans (USA): Muffuletta

Ebenso wie ein klassischer Burger ist die Muffuletta ein herzhaftes Fingerfood. Es handelt sich um ein deftiges Feinkostsandwich aus New Orleans, dessen rundes Weizenmehlbrot (einem Burger ähnlich) grosszügig mit mehreren Lagen Schinken, Salami und diversen Käsesorten belegt wird sowie mit einem würzigen Olivensalat mit Sellerie und Rüebli.

PictureDie nicht ganz so bekannte Alternative zum Burger aus New Orleans: Muffuletta. © Getty Images/Foodcollection

US-Inselkette Hawaii: Poke

Übersetzt bedeutet Poke «in Stücke/Streifen schneiden». Dies beschreibt die traditionelle, hawaiianische Spezialität gut: Die Zutaten dieses Fischsalats sind in feine Streifen oder Stücke geschnitten. Es wird vor allem Thunfisch oder Lachs verwendet, der zuvor roh in Sojasauce und Sesamöl mit Pfeffer mariniert wird. Dazu kommen frisches Gemüse und Salat sowie Sprossen oder eine andere Garnitur nach Wahl. Und schon ist das gesunde Gericht fertig.

PictureEin gesundes, schnell zubereitetes Gericht aus Hawaii ist der Poke-Salat mit rohem Fisch. © Getty Images

Brasilien: Feijoada

Das bekannte Nationalgericht ist eine Art Eintopf aus schwarzen Bohnen, Rind- und Schweinefleisch. Dazu gibt es häufig Reis, Grünkohl, Orangenscheiben und Farofa (ein spezielles Maniokmehl) sowie eine Pfeffersauce. Eine deftige Mahlzeit, die in Brasilien in vielen Restaurants angeboten wird.

PictureFeijorada – als Nationalgericht ist in Brasilien diese deftige Mahlzeit sehr beliebt. © Getty Images/500px

Seychellen: Kari Zourit

Bei dieser seychellisch-kreolischen Spezialität handelt es sich um ein Oktopus-Curry mit Kokosmilch, Ingwer, Tamarinde, Kurkuma und zahlreichen weiteren Kräutern und Gewürzen – je nach Rezept. Dazu wird in Restaurants meist Basmatireis und/oder Papaya-Chutney serviert. Ergänzt wird es oft mit dem ebenfalls für die Seychellen typischen Palmherzensalat.

PictureEin Oktopus-Curry mit Kokosmilch und Zimtblättern ist eine besondere Spezialität auf den Seychellen. © Getty Images

Belgien: Moules-frites

Als Nationalgericht kombiniert man in Belgien gerne Miesmuscheln mit Gemüsesud und Pommes frites. Kein Wunder also, dass dieses Gericht dort auch als Fast Food erhältlich ist. Dazu wird traditionell eine Weissweinsauce kredenzt.

PictureIn Belgien sind Miesmuscheln mit Pommes frites und Weissweinsauce so beliebt, dass sie auch als Streetfood erhältlich sind. © Getty Images/Westend61

Polen: Pierogi

Traditionelle Teigtaschen, die mit verschiedenen Zutaten gefüllt werden: herzhaft mit Fleisch oder vegetarisch mit beispielsweise Sauerkraut und Pilzen. Ganz klassisch sind auch Pierogi ruskie mit Kartoffeln, Zwiebeln und Quark. Dazu werden oft Speck oder Zwiebeln angebraten und serviert. Es gibt sogar süsse Varianten, die mit Quark oder Früchten zubereitet werden.

PicturePierogi werden besonders in Polen gerne gegessen und mit verschiedenen Füllungen zubereitet. © Getty Images

Indien: Paneer Korma

Korma ist ein indisches Curry auf Joghurt- oder Sahnebasis, das in diesem Falle mit Paneer, indischem Frischkäse, serviert wird. In das Curry gehören Tomaten, Kokosmilch und Cashewkerne und als Garnitur kommt frischer Koriander darauf. Wie bei vielen Gerichten Indiens isst man dazu das Brot Naan oder Basmatireis.

PictureDie indische Küche ist auch bei Vegetariern sehr beliebt. Dieses Curry auf Joghurtbasis wird mit Paneer serviert, einem speziellen Frischkäse. © Getty Images

Japan: Soba

Die dünnen, kalorienarmen Buchweizennudeln, genannt Soba, erfreuen sich in Japan grosser Beliebtheit. Meist werden sie mit einem Dip aus Dashi (Fischsud), Sojasauce und Reiswein angerichtet. Dazu gibt es frischen Wasabi, geriebenen Ingwer und Frühlingszwiebeln. Garniert wird das Ganze häufig mit Sesam. Soba können je nach Jahreszeit warm oder kalt verzehrt werden.

PictureJapanische Sobanudeln, hergestellt aus Buchweizenmehl, können je nach Jahreszeit warm oder kalt gegessen werden. © Getty Images/MIXA

Australien: Pie Floater

Das vor allem in Adelaide verbreitete Gericht bietet alles in einem: Gemüse, Fleisch und Brot. Der ungewöhnliche Name erklärt sich von selbst, wenn man sieht, wie die Mahlzeit serviert wird. Auf der kräftigen, sehr cremigen Erbsensuppe schwimmt quasi eine Pastete oder auch Teigtasche mit Fleisch, die jeweils zuvor in deftiger Sauce gekocht wurde. Häufig wird der Pie Floater mit etwas Tomatensauce garniert. Schon seit jeher wurden Pie Floater auch als Streetfood verkauft und insbesondere abends nach verrichteter Arbeit genossen.

PictureEine Art Erbseneintopf in dessen Mitte traditionell eine Fleischpastete thront. Ein Gericht, das vor allem in Adelaide in Australien beliebt ist.
© Instagram/stephanieando

Neuseeland: Hāngi

Aus der Maori-Sprache übersetzt, bezeichnet Hāngi eine Art des Kochens, die heute zu einer Touristenattraktion geworden ist. Hierbei errichtet man entweder aus Holz eine Art Ofen oder gräbt Löcher in den Boden, in denen zunächst Steine durch ein Feuer erhitzt werden. Auf dieses Heizmaterial legt man anschliessend grosse, in Blätter eingewickelte Fleischstücke, Gemüse oder Süssspeisen, die abermals mit einer Schicht aus Blättern und Erde überdeckt werden. So lässt man das Ganze dann einige Stunden durchgaren. Heute gibt es die traditionellen Mahlzeiten sogar als fertige Tiefkühlgerichte.

PictureEin besonderes Erlebnis für Touristen in Neuseeland: ein auf ursprüngliche Art gegartes Hāngi, wie es schon die Maori zubereitet haben. © Sarah Stewart / flickr
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